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Wall Street aktuell: Keine Kaufsignale in Sicht

Fünf Tage in Folge hat der Nasdaq Composite an Boden verloren. Damit verbucht der Index die längste Durststrecke seit knapp zwei Monaten. Der vorbörsliche Handel gibt keinen Aufschluss darüber, ob sich die Stimmung zum Wochenende bessert. Der Dow Jones Index hat sich etwas besser gehalten, obwohl auch die 30 Standardwerte im Wochenverlauf negativ tendierten.

Verhalten werden vor Handelsbeginn neue Konjunkturdaten aufgenommen. Die Erzeugerpreise sind im Juli um 0,9 Prozent gefallen. Analysten hatten im Vorfeld durchschnittlich mit einem Rückgang um 0,3 Prozent gerechnet. Im Vormonat waren die Produzentenpreise bereits um 0,4 Prozent gefallen. Die Kernrate, der Preisindex ohne die Bereiche Lebensmittel und Energie, ist im Juli um 0,2 Prozent gestiegen. Der Rückgang der Erzeugerpreise ist vor allem auf geringeren Preise für Benzin, Computer und Autos zurückzuführen. Analysten zufolge sei die Sorge vor deflationären Tendenzen überzogen. Klar ist: Inflation ist in den USA derzeit kein Thema.

Ein kleiner Lichtblick kommt zum Wochenende aus dem Chipsektor. Laut dem Marktforschungsunternehmen Gartner Dataquest haben Untersuchungen ergeben, dass die Nachfrage für einige Halbleiter in Europa und der asiatisch-pazifischen Region steige. Das gelte vor allem für Chips in für Mobilfunkgeräten, Computer-Motherboards und Laptops. Entwarnung gibt Dataquest jedoch noch nicht.

Zumindest eine leichte Entspannung gibt es dagegen bei Philip Morris. Der Tabakkonzern hat einen Teilerfolg vor einem Gericht in Kalifornien erzielt. Strafzahlungen, die an einen krebserkrankten Raucher gezahlt werden sollen, wurden von dem zuständigen Richter deutlich reduziert. Goldman Sachs rät Anlegern, die gesamte Tabakbranche in ihren Portfolios überzugewichten.

Bereits von einem einfachen Erfolg geträumt haben amerikanische Pharmakonzerne. Die Nachricht, dass die deutsche Bayer AG ein Cholesterinmittel vom Markt nimmt, hat die US-Firmen bereits an die Neuverteilung der freigewordenen Marktanteile denken lassen. Diesem Vorhaben könnte die Europäische Union einen Strich durch die Rechnung machen. Die EU hat angekündigt, auch die amerikanischen Cholesterinmittel unter die Lupe zu nehmen.

Wenig erfreuliche Nachrichten kommen aus dem Einzelhandel. Die größte Bekleidungskette in den USA, Gap, hat angekündigt, 1.040 Angestellte zu entlassen. Weitere 560 derzeit nicht besetzte Stellen sollen zudem gestrichen werden. Als Begründung wird die derzeit gängige Begründung angeführt: die Kosten sollen gesenkt werden.

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