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Wall Street: Am siebten Tag wurde es Licht?

Nach sechs Tagen mit Kursverlusten deuten die Futures am Dienstagmorgen auf einen positiven Handelsauftakt. Der Dow Jones Index handelt vorbörslich mit 30 Punkten im Plus, nachdem er seit seinem Jahreshoch am 4. Januar 3,5 Prozent verloren hat. Die Nasdaq und der marktbreite S&P 500 notieren einstellig im Plus.

Nachdem die Wall Street zum Wochenauftakt erneut von Kommentaren und Spekulationen aus dem konjunkturellen Umfeld dominiert war, sind es am Dienstag Zahlen, die im Vordergrund stehen. So ist am Morgen offiziell, dass das Weihnachtsgeschäft für den US-Handel nicht so schlecht aufgefallen ist wie zunächst erwartet worden war. Die Umsätze sind lediglich um 0,1 Prozent zurückgegangen. Einen stärkeren Einbruch müssen allein die Automobil- und Truck-Hersteller verkraften: Um zehn Prozent brachen ihre Verkäufe im letzten Monat ein.

Nach Börsenschluss eröffnet Intel die Ertragssaison für die Big Caps. Am frühen Morgen legt das Papier leicht zu, nachdem sich die Analysten von Merrill Lynch positiv geben. Chip-Analyst Joe Osha rechnet damit, dass Intel die Ertragserwartungen von 12 Cent pro Aktie für das abgelaufene Quartal erfüllt oder übertrifft. Osha meint weiter, die Prognosen für 2002 seien zu niedrig, die Aktie mit einem Kursziel von 40 Dollar Kaufenswert.

Ebenfalls am Abend melden der Online-Auktionator Ebay, RF Micro Devices, Juniper Networks und Handspring. Aus der Riege der Tech-Werte hat sich am Morgen Checkpoint Software vorgewagt und Geschäftsergebnisse vorgelegt. Der israelische Programmierer verzeichnet eine anziehende Nachfrage und hat im vierten Quartal mit einem Gewinn von 77 Millionen Dollar oder 30 Cent je Aktie die Erwartungen des Marktes leicht übertroffen. Die Aktie verliert vor Handelsbeginn dennoch mehr als elf Prozent.

Erst in der zweiten Wochenhälfte meldet Microsoft Quartalszahlen, am Dienstag muss sich der Software-Riese erneut mit technischen Problemen herumschlagen. Nach einem Bericht des Wall Street Journal hat Microsoft nach wie vor Fehler in Programmen, die Hackern den Zugang zu User-Daten ermöglichen. Bereits im November hatte sich das FBI dem Fall angenommen. Obwohl sich die Lage nicht gebessert hat, legt Microsoft vor der Glocke zu.

Aus der Gruppe der Industrie-Werte meldete am Morgen der Multi Tyco. Das Unternehmen hat mit einem Anteilsgewinn von 74 Cent die Analystenerwartungen im ersten Quartal um zwei Cent übertroffen. Für das laufende Viertel reduziert man die Ertragserwartungen allerdings um etwa vier Cent und reagiert damit auf die anhaltende Unsicherheit in bezug auf die kurzfristige Entwicklung vor allem der Elektrobranche. Die Aktie verliert am frühen Morgen 5,5 Prozent und ist das meist gehandelte Papier an der New Yorker Börse.

Nach einer komplett roten Woche erfreut sich der Airline-Sektor am Dienstagmorgen positiver Nachrichten. Goldman Sachs äußert sich zu zwei regionalen Anbietern. Die Analysten stufen die Aktie von American West auf "Market Outperformer" auf, nachdem das Unternehmen dank der Unterstützung der Regierung eine verbesserte Liquidität vorweist. Goldman Sachs sagt weiter, man habe den kleinen Carrier Midwest Express unterschätzt: die Experten setzen die Erwartungen für 2001 herauf und bestätigen das Unternehmen als "Marktperformer".

Die Credit Suisse First Boston stuft derweil United Airlines auf. United zeige nun erste Zeichen einer Erholung, wenngleich die Experten stutzig macht, dass das Unternehmen seine Mitarbeiter zu angeblich notwendigen Lohnkürzungen überreden will. Auch mit AMR, der Holding hinter American Airlines, haben sich die Analysten beschäftigt. Sie setzen die Ertragserwartungen für 2002 herauf und rechnen nur noch mit einem Minus von vier Dollar pro Aktie.

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