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Wall-Street-Ausblick: Ein Blick auf die Konjunktur tut not

Ob die jüngsten Kursgewinne an der New Yorker Börse Bestand haben werden, dürfte sich indes in der kommenden Woche zeigen. Ein Blick auf die Konjunktur tut not.

WSC NEW YORK. Zwei Wochen lang konzentrierte man sich an der Wall Street fast ausschließlich auf Unternehmensdaten und vergaß darüber die Konjunktur. Ein paar schlechte Nachrichten aus dem gesamtökonomischen Umfeld wurden großzügig übergangen, weil man sich lieber an die teilweise überraschend positiven Quartalszahlen einiger Konzerne hängen und die Rallye nicht aufgeben wollte.

Ob die jüngsten Kursgewinne Bestand haben, dürfte sich indes in der kommenden Woche zeigen. Zwar melden nach wie vor zahlreiche Firmen, unter anderem die Dow-Werte American Express, Procter & Gamble und ExxonMobil ihre Zahlen, doch überwiegen in der nächsten Woche die Daten aus der Konjunktur. Nachdem das Verbrauchervertrauen laut der Universität Michigan für Oktober leicht gestiegen sein soll, warten Marktteilnehmer mit Spannung auf die US-weiten Zahlen, die am Dienstagvormittag vorgelegt werden und den Handel auch über den Tag hinaus prägen dürften.

Arbeitsmarktzahlen am Freitag

Gegen Ende der Woche stehen Angaben zum Bruttoinlandsprodukt, zum Einkaufsmanagerindex und zu den Bauausgaben auf dem Plan. Außerdem wird am Freitag der große Arbeitsmarktbericht vorgelegt, der über die Arbeitslosenquote im Oktober informiert und über die Kosten, die Arbeitskosten in den USA. Im September ist die Arbeitslosenquote überraschend auf 5,6 % zurück gegangen. Das ist historisch betrachtet ein hoher Wert für die US-Wirtschaft, doch dürfte er angesichts weiterer Entlassungen in allen Branchen noch steigen. Experten rechnen mit einer Quote um 5,8 %.

Auf den Arbeitsmarkt dürften Beobachter besonders Augenmerk legen, da sich dieser zum einen auf die Produktivität auswirkt, zum anderen aber auch auf die Verbraucherausgaben. Beides hat direkte Folgen für die Umsätze am Markt, und die sind vor allem im vierten Quartal beachtenswert. Fällt der Verbraucher im vierten Quartal aufgrund von Arbeitslosigkeit oder schwachem Vertrauen in eine Erholung schwach aus, sind die Ergebnisse der Unternehmen für weitere drei Monate in Gefahr, ein Rückzug der Börsen wäre unvermeidlich.

Quelle: © Wall Street Correspondents, Inc

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