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Wall Street baut Verluste aus

An der Wall Street bauen sowohl der Dow Jones als auch der Nasdaq Index ihre Verluste aus. Der Index der 30 US-Standardwerte rutscht zur Mittagsstunde fast ein Prozent in die Verlustzone. Das Börsenbarometer der Nasdaq nähert sich zunehmen der psychologisch wichtigen Marke von 2000 Punkten.

Zur Stunde notiert der Index über ein Prozent im Minus. Bei einer überwiegend schlechten Nachrichtenlage können positive Analystenkommentare zu Index-Schwergewicht Cisco Systems zum Wochenauftakt wenig ausrichten. Der Netzwerkausrüster profitiert von einer Aufstufung von Brokerhaus UBS Warburg. Die Chancen stehen gut, dass Cisco die Gewinnerwartungen der Experten für das abgelaufene Quartal übertreffen wird. Die Analysten stufen die Aktie von "halten" auf "kaufen" herauf und korrigieren das Kursziel um fünf Dollar auf 25 Dollar nach oben.

Vor allem Software und Pharmawerte verlieren zum Wochenauftakt an Wert. Die Aktie von Softwaregigant Microsoft führt sowohl die Verliererliste des Dow Jones als auch des Nasdaq Index an. Microsofts Gewinnwarnung vom vergangenen Freitag ist bisher noch nicht verdaut. Chipaktien und die Papiere von Herstellern elektronischer Komponenten büßen ebenfalls an Wert ein. Intel und Telekommunikationsausrüster Qualcomm führen den Nasdaq Index ins Minus.

Die jüngsten Quartalsergebnisse belasten die Stimmung auf New Yorks Aktienparkett. Die Aktie von Lexmark verliert über 13 Prozent an Wert, nachdem das Management gemischte Quartalszahlen vorlegte. Der zweitgrößte Hersteller von Druckern erzielte im zweiten Quartal zwar einen Rekordumsatz und konnte die Analystenschätzungen mit einem Gewinn von 65 Cents pro Aktie um einen Cent übertreffen. Doch wird das Ergebnis statt der bisher von Analysten erwarteten Gewinns von 68 Cents pro Aktie höchstens 60 Cents pro Aktie betragen. Konkurrent Hewlett-Packard verliert ebenfalls an Wert und notiert mittlerweile nahe dem Zwei-Jahres-Tief.

Neben Hewlett-Packard belasten auch Kursverluste bei 3M das Börsenbarometer der US-Standardwerte. Die weltweit schwierige Wirtschaftlage und der starke Dollar werden das Unternehmen auch im zweiten Halbjahr belasten, erklärt das Management. Zwar konnte der Hersteller der beliebten Post-it Zettel die Analystenerwartungen mit einem Gewinn von 1,12 Dollar um einen Cent übertreffen. Doch das scheint den Anlegern nicht zu genügen. Die Aktie führt die Gewinnerliste der Dow Jones Werte an.

Ebenfalls schwächer notiert die Aktie von Colgate Palmolive. Der Hersteller von Konsumgütern konnte die Analystenerwartungen für das zweite Quartal zwar mit einem Gewinn von 47 Cents pro Aktie erfüllen. Doch die Anleger scheinen damit nicht zufrieden zu sein. Der Umsatz ging um zehn Millionen Dollar auf 2,33 Milliarden Dollar zurück. Der weltgrößte Hersteller von Zahnpasta profitierte vor allem von einer gesunden Nachfrage in den USA und der Reduzierung der Betriebskosten. Mit Spannung warten die Anleger heute unter anderem noch auf die Quartalsergebnisse von Texas Instruments, Altera, AT&T und Amazon.

Die Aktie von Walt Disney notiert schwächer, nachdem der zweitgrößte Medienkonzern der Welt bekannt gab, Fox Familiy Worldwide, den Kinderkanal von News Corp. und Saban Entertainment, übernehmen zu wollen. Der Kaufpreis beläuft sich auf 5,3 Milliarden Dollar einschließlich zwei Milliarden Dollar Schulden.

Gegen den allgemeinen Markttrend zulegen kann King Pharmaceuticals. Der Pharmakonzern konnte den Gewinn im zweiten Quartal mehr als verdoppeln und die Erwartungen der Analysten übertreffen. Zu dem guten Ergebnis trugen vor allem das Herzmedikament Altace und das Hormonpräparat Levoxyl bei.

©Wall Street Correspondents Inc.

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