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Wall Street beginnt Handel zurückhaltend

Die New Yorker Aktienmärkte haben sich am Donnerstag im frühen Geschäft uneinheitlich präsentiert. Die vor Börseneröffnung vorgelegten Daten zu den Erstanträgen auf Arbeitslosenhilfe hätten Befürchtungen der Anleger verstärkt, dass ein schwächerer Arbeitsmarkt eine Konjunkturerholung in den USA behindern könne, sagten Marktteilnehmer.

Reuters NEW YORK, "Die großen Themen sind die Unternehmensnachrichten, die Bilanzen und - noch wichtiger als das - der Ausblick in die Zukunft: Wann werden wir einen Geschäftsaufschwung sehen", sagte Arthur Hogan, Chefmarktanalyst bei Jefferies & Co. Der Dow-Jones-Index gab bis gegen 15.50 Uhr MESZ um 0,04 % auf 11 066,40 Punkte nach, drehte kurz darauf jedoch ins Plus. Der technologielastige Nasdaq-Index notierte 0,19 %höher auf 2 222,02 Punkten.

"Das ist ein weiterer Hinweis auf einen schwachen Arbeitsmarkt", sagte Pierre Ellis, Volkswirt bei Decision Economics, zur Entwicklung der Anträge auf Arbeitslosenhilfe. Die große Sorge sei, dass mit den sinkenden Arbeitseinkommen auch die Konsumausgaben zurückgingen und dies die Konjunktur bremsen werde. Das US-Arbeitsministerium hatte vor Börsenbeginn mitgeteilt, die Zahl der Erstanträge auf Arbeitslosenunterstützung sei in der Woche zum 2. Juni auf 432 000 von 419 000 in der Vorwoche gestiegen. Volkswirte hatten für die Berichtswoche mit 417 000 Erstanträgen gerechnet.

Philip Morris-Aktie leidet unter Richterspruch

Der Markt erhoffe sich von dem nach Börsenschluss erwarteten Intel -Zwischenbericht zum laufenden Quartal weitere Angaben zur Lage auf dem Chipmarkt, sagten Börsianer. Die Aktie legte im frühen Geschäft um 2,41 %t auf 30,54 Dollar zu. Die Titel der Philip Morris Cos. Inc. verloren rund 3 % auf 48,51 Dollar, nachdem ein Gericht in Kalifornien einem Raucher mit Lungen- und Gehirnkrebs die Rekordsumme von drei Milliarden Dollar zugesprochen hatte. Der Zigarettenhersteller habe den Raucher nicht ausreichend vor den Gefahren des Rauchens gewarnt, begründete das Gericht seine Entscheidung.

Wells Fargo

, die viertgrößte US-Bank, hatte am Mittwoch nach Börsenschluss mitgeteilt, sie erwarte im zweiten Quartal 2001 Einmalbelastungen in Höhe von 1,13 Milliarden Dollar. Die Aktie verlor am Donnerstag 2,30 Prozent auf 46,75 Dollar. Die Titel des Rasierklingenherstellers Gillette Co's gaben rund ein Prozent auf 27,71 Dollar nach. Der neue Vorstandsvorsitzende James Kilts habe die Experten bei seiner ersten Analystenkonferenz am Mittwoch enttäuscht, sagten Börsianer. Er habe zunächst einen Umsatz unterhalb der früheren Prognosen angekündigt, sei aber weitere Informationen schuldig geblieben.

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