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Wall Street: Behaupteter Handelsstart erwartet

Die Wall Street rechnet zum Wochenschluss mit einem geringen Handelsvolumen.

NEW YORK. Kurz vor dem verlängerten Labor-Day-Weekend dürfte ein Großteil der Markteilnehmer die Investitionsentscheidungen auf die kommende Woche verschieben. Am Montag wird die New Yorker Börse wegen des Feiertags geschlossen bleiben. Neue Wirtschaftsdaten erwartet die Wall Street gegen 16:00 Uhr MESZ. Der Chicagoer Einkaufsmanagerindex, das von der Universität von Michigan ermittelte Verbrauchervertrauen und die Auftragsentwicklung im verarbeitenden Gewerbe sollen erneut Hinweise auf die Entwicklung der US-Wirtschaft geben.

Die Futures deuten auch zum Wochenschluss auf einen behaupteten Handelsstart. Der S&P 500 Index notiert leicht im Plus. Der Eröffnungsindikator der Nasdaq tendiert fast sieben Punkte im Minus.

Unter Druck geraten dürften zum Wochenschluss die Aktien des Hersteller von Chipkomponenten. Vorbörslich gehört die Aktie von Novellus zu einem der am meisten gehandelten Titel. Der Hersteller von Maschinen für die Chipproduktion wird im dritten Quartal nur das untere Ende der bisher prognostizierten Auftragseingänge erreichen. Es sei zwar mit einem Umsatz von 300 Millionen Dollar und einem Gewinn von 24 Cents pro Aktie zu rechnen, teilte Vorstand Peter Hanley mit. Doch während sich die Nachfrage in den USA stabilisiert habe, lasse das Umfeld in Europa, Japan und Korea weiter nach. "Die Auftragseingänge dürften mit 160 Millionen Dollar nur das untere Ende unserer Erwartungen erreichen", so Hanley. Analysten peilten ein Auftragsvolumen von rund 190 Millionen Dollar an. Marktteilnehmer und Anleger zeigen sich mit dem Aussichten nicht zufrieden. Das Papier verliert vor Handelsbeginn 4,8 Prozent. Die Aktie von Konkurrenten Applied Materials büßt 1,4 Prozent ein, das Papier von KLA Tencor verliert 4,4 Prozent.

Auch Chiphersteller Rambus bestätigt am Morgen die Umsatzprognosen für das vierte Quartal. Die Einnahmen dürften 20 Prozent niedriger ausfallen als im Vorquartal. Das Unternehmen begründet die enttäuschende Endwicklung mit der sinkenden Nachfrage nach Heimcomputern. Das Papier verliert im außerbörslichen Handel.

Schwächer notiert auch die Aktie von Procter & Gamble im außerbörslichen Handel. Der Konsumgüterproduzent und sein niederländischer Konkurrent Unilever werden bis spätestens Samstagabend über die weitere Verfolgung einen Industriespionagefalls entscheiden. Unilever wirft seinem amerikanischen Konkurrenten vor, einen Spion in der Entwicklungsabteilung "Haarpflege" eingeschleust zu haben. Sollte es zu keiner Einigung kommen, könnte Unilever Procter & Gamble möglicherweise verklagen. Dazu wollte sich Unilevers Unternehmenssprecher Steven Milton jedoch bisher nicht äußern.

Ebenfalls unter Abgabedruck gerät das Papier von Kaffeehauskette Starbucks am Morgen. Das Unternehmen hat in den Filialen, die bereits 13 Monate geöffnet haben, im August zwar einen Umsatzanstieg von einem Prozent verzeichnete. Doch liegt das Ergebnis lediglich am unteren Ende der Analystenerwartungen.

Die Aktie von Sprint kann vor Handelsbeginn an Wert gewinnen. Das US-Magazin "Business Week" hält den Anbieter von Ferngesprächen wegen seines geringen Marktwerts für einen Übernahmekandidaten. Erst im letzten Jahr hatte Telekomriese Worldcom Sprint übernehmen wollen. Die Kauf war jedoch von den US-Wettbewerbsbehören untersagten worden. Die Aktien von Sprint fielen in den vergangenen zwölf Monaten um 32 Prozent.

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