Wall Street: Der Dow streckt sich ins Fünfstellige

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Wall Street: Der Dow streckt sich ins Fünfstellige

An der Wall Street deutet am frühen Donnerstagmorgen alles auf einen positiven Handelsstart, und der Dow Jones Index streck sich noch einmal nach der 10.000-Punkte-Marke, die er seit mehr als einem Monat nicht mehr gesehen hat. Die Futures auf das Standard-Barometer stehen mit 40 Zählern im Plus, die Nasdaq notiert vorbörslich mit 13 Zählern im Plus, der breiter gefasste S&P 500 legt 5 Zähler zu.

wsc NEW YORK. Am Mittwoch hatten die US-Märkte nahe ihrer Tageshöchststände geschlossen: der Dow Jones mit einem satten Plus von 126 Zählern oder 1,3 Prozent, die technologie-orientierte Nasdaq auf 1858 Punkten, das entspricht einer Verbesserung um 24 Punkte oder 1,3 Prozent. Marktbeobachter wollten Tagesgewinne - selbst im dreistelligen Bereich - zur Zeit aber nicht überbewerten. "Der Dow legt über 100 Punkte zu, aber es ist unglaublich ruhig - das Handelsvolumen ist seit einer Woche schwach", meint Jay Suskind am Morgen, Direktor des kleinen Brokerhauses Ryan Beck. "Im Markt ist Optimismus auf einen konjunkturellen Aufschwung, aber die Frage ist, wann sich dieser in Unternehmensgewinnen niederschlägt."

Zu den Gewinnern am Donnerstagmorgen gehört die Aktie von Hewlett-Packard. Der Drucker-Hersteller hat am Vorabend Quartalsergebnisse über den Erwartungen der Wall Street vorgelegt. Bei einem Umsatz von 11,4 Milliarden Dollar (8 Prozent weniger als im Vergleichsquartal) weist das Unternehmen einen Gewinn von 564 Millionen Dollar oder 29 Cent pro Aktie aus. Mit Blick auf den noch umstrittenen Merger mit Compaq, den Streit zwischen Firma und der Gründerfamilie Hewlett, und unsicheren Aussichten im gesamten Tech-Bereich gibt sich CEO Carly Fiorina in ihrem Ausblick vorsichtig: Das Umfeld sei "nicht einzuschätzen", sagt sie, "die Firma muss mehr tun als ihre Politik der kleinen Schritte weiter zu verfolgen." Die Analysten der Credit Suisse First Boston empfehlen die Hewlett-Packard-Aktie nur zu "halten", sie sehen die Nachfrage zu kurzfristig und zu konsumenten-lastig und vermissen das Engagement von Firmenkunden, deren Investitionen 2002 weiter schwach bleiben sollen. Hewlett-Packard gewinnt vor der Glocke 2 Prozent.

Zu den weiteren Tech-Gewinnern am Donnerstagmorgen gehört Intuit. Der Hersteller von Steuer-Software weist höhere Verkäufe als erwartet aus, und profitiert von verbesserten Investitionen seiner Kunden. Der Umsatz bei Intuit stieg im abgelaufenen Quartal um 20 Prozent auf 547 Millionen Dollar, allerdings ist vierte Quartal eines Jahres traditionell das stärkste, da sich viele Steuerzahler auf die Abgabe der Einkommensteuerdokumente vorbereiten. Die Aktie von Intuit verbessert sich um 5 Prozent.

Mit negativer Tendenz wird hingegen Brocade den Handel aufnehmen. Der Speicherkomponenten-Hersteller hat im vergangenen Quartal nur 12 Millionen Dollar oder 5 Cent je Aktie verdient, was einem Gewinneinbruch um 64 Prozent entspricht. Der Umsatz rutschte um ein Viertel auf 123 Millionen Dollar. Brocade wurde somit von der allgemeinen Ausgabeschwäche in der IT-Industrie voll erwischt. Das Papier gibt 4,5 Prozent ab.

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