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Wall Street: Dow beendet die Woche über 10.000

Die Wall Street hat die Woche über psychologisch wichtigen Marken beendet. Der Dow Jones Index beendete den Handel am Freitag mit 10.049 Zählern erstmals seit Anfang September über der 10.000er Marke. Auch wenn Blue Chips zum Wochenabschluss um Punkte gefallen sind. Der Nasdaq Composite lag in dieser Woche erstmals seit Anfang August über 2.000 Punkten. Auch diese Marke konnte trotz Kursverlusten in Höhe von 33 Punkten gehalten werden.

Bereits kur vor Handelsbeginn wurden Arbeitsmarktdaten veröffentlicht, die nicht im Sinne der Broker ausgefallen sind. Allerdings ist angesichts der steigenden Arbeitslosigkeit eine weitere Zinssenkung auf der Notenbanksitzung in der nächsten Woche etwas wahrscheinlicher geworden. Es wird sogar spekuliert, dass Greenspan kommenden Dienstag und Anfang nächsten Jahres die zinsen um jeweils 25 Basispunkte senkt.

Im November ist die Arbeitslosenquote auf 5,7 Prozent gestiegen. Das ist der höchste Stand seit sechs Jahren. 331.000 Stellen wurden im vergangenen Monat abgebaut. Die Wall Street hatte lediglich mit 200.000 Arbeitsplätzen gerechnet. Ein kleiner Lichtblick sind Angaben über das Verbrauchervertrauen, die von der Universität Michigan erhoben werden und leicht besser ausgefallen sind als erwartet wurde. Danach blicken die Amerikaner etwas positiver in die Zukunft als noch im vergangenen Monat.

Der grundsätzlich positive Tenor dieser Woche wurde zum Teil durch positive Unternehmensmeldungen ausgelöst. Cisco, Oracle und Intel waren Kandidaten, die eine Erholung der Geschäftsbereiche in Aussicht stellen. Auch der Onlinebroker Etrade hat am Freitag die Prognosen angehoben. Das Ergebnis pro Aktie profitiert von einer geringeren Anzahl an ausstehenden Aktien, Kostensenkungen und wieder anziehenden Wertpapiertransaktionen der Kundschaft.

Im Tagesverlauf ist der Chip-Riese Intel ins Minus gedreht. Zu Handelsbeginn hatte der Konzern den Markt noch gestützt. Immerhin gab es aus dieser Ecke gute Nachrichten. Bei Intel sieht es sehr viel besser aus als gedacht. Weniger rosig waren die Kommentare von Integrated Device Technology . Der Hersteller von Kommunikationschips hat vor allem außerhalb der USA weniger verkauft, als ursprünglich erwartet worden war. Nun wird Integrated Device im dritten Quartal voraussichtlich einen Verlust in Höhe von 13 bis 15 Cents pro Aktie verbuchen. Analysten waren bisher von einem Fehlbetrag von drei Cents pro Aktie ausgegangen. Die Meldung hat die gesamte Branche belastet. Nach Handelsschluss hat jedoch das Brokerhaus Morgan Stanley das Kursziel für Xilinx , einem Konkurrenten von Integrated, von 40 auf 50 Dollar angehoben.

Relativ gut läuft bisher das Weihnachtsgeschäft läuft für die Computerhersteller. Aus diesem Grund haben die Rechnerproduzenten bereits neue Bestellungen an die Chiphersteller geleitet. Der große Rivale von Intel, Advanced Micro Devices, präsentierte ebenfalls mit einem Strahlen sein Quartals-Update. Demnach werde der Umsatz im laufenden vierten gegenüber dem Vorquartal um "wenigstens zehn Prozent" steigen. Das ist deutlich mehr als Analysten bisher erwarteten. AMD war am Freitag die positive Ausnahme von der Halbleiterregel.

Auf die Stimmung drückten allerdings Sun Microsystems und AOL Time Warner . Der Serverhersteller Sun Microsystems hat einen Zwischenbericht über das laufende Quartal abgegeben. Die Auftragslage läuft Firmenangaben soweit nach Plan. Aber ob die Ertrags- und Umsatzprognosen erreicht werden, hat die Geschäftsführung nicht verraten.

Einen regelrechten Kursrutsch gab es bei Halliburton . Sowohl die Analysten der UBS Warburg als auch Salomon Smith Barney haben die Aktien von Halliburton von "kaufen" auf "halten" abgestuft. In einer Asbest-Klage hat ein Gerichtshof in Baltimore am 5. Dezember eine Tochter von Halliburton, auf die Zahlung von 30 Millionen Dollar Schadensersatz verurteilt. Anfang Dezember lagen 146.000 Asbest-Klagen gegen Halliburton vor, mit weiteren 120.000 Klagen, in denen Dresser ebenfalls mit benannt ist.

Neben der Notenbanksitzung am kommenden Dienstag werden in der nächsten Woche noch einige Unternehmen ihre Geschäftszahlen für das abgelaufene Quartal vorlegen. Im Mittelpunkt stehen dabei die Daten von Oracle , die am Donnerstag veröffentlicht werden.

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