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Wall Street einheitlich im Plus

Die Wall Street präsentiert sich zum Wochenauftakt einheitlich in der Gewinnzone. Der Dow Jones Index legt bis zur Mittagsstunde fast ein Prozent an Wert zu. Der technologielastige Nasdaq Index klettert rund 0,8 Prozent in die Gewinnzone. Auftrieb geben den Börsenbarometern gute Nachrichten bei den Sorgenkindern Amazon und Motorola.

Für besonders große Freude sorgt am Morgen Amazon. Bereits mehrfach totgesagt, abgestuft und viel gemieden, kündigt der weltgrößte Onlinehändler für das erste Quartal einen Verlust von 22 Cents je Aktie an. Damit fällt der Fehlbetrag rund acht Cents pro Aktie geringer aus, als von den Analysten erwartet. Der Umsatz soll im vergangenen Quartal um rund 21 Prozent auf über 695 Millionen Dollar gestiegen sein. Die endgültigen Quartalszahlen werden voraussichtlich am 24. April veröffentlicht. Mit einem Kursgewinn von über 30 Prozent und positiven Prognosen zieht Amazon auch die Aktien von Ebay und Priceline ins Plus. Während Amazon die Quartalszahlen erst am 24. April veröffentlichen wird, warten die Marktteilnehmer bereits diesen Donnerstag gespannt auf die Quartalszahlen von Yahoo. Auch diese Aktie steigt.

Internetwert NBC Internet profitiert von der Übernahme durch General Electric. NBC Televison stimmt am Morgen der Übernahme der Geschäftseinheit durch den Konzern zu. Nachdem die Aktie des Internetunternehmens in den vergangenen zwölf Monaten rund 95 Prozent an Wert verlor, legt der Wert heute rund 42 Prozent zu.

Auf Quartalsresultate warten die Anleger auch bei Motorola. Die Aktie notiert im positiven Terrain, nachdem die Analysten von Morgan Stanley Dean Witter die Aktie auf "aggressiv kaufen" aufgestuft hat. Der Chip- und Mobiltelefonhersteller, der rund ein Drittel der weltweit in Mobiltelefonen verwendet Chips herstellt, wird morgen Quartalszahlen melden. Konkurrenten Nokia und Ericsson notieren ebenfalls freundlich. Während sich die Papiere der Mobiltelefonhersteller erhöhter Beliebtheit erfreuen, kämpft der Chip- und Computersektor gegen negative Kommentare.

Dem Chipsektor machen pessimistische Prognosen von Brokerhaus Lehman Brothers am Morgen das Leben schwer. Das laufende Geschäftsjahr werde für die Chipindustrie das schlechteste aller Zeiten werden, so Analyst Dan Niles. Der branchenweite Umsatz dürfte 18 bis 20 Prozent unter dem des Vorjahres liegen. Niles reduzierte die Gewinnaussichten von Texas Instruments und Intel. Salomon Smith Barney korrigiert die Ertragsprognosen für Intel nach unten. Texas Instrument, Intel, Micron Technologies und andere Chipwerter notieren im Minus.

Der PC-Sektor hat mit dem Pessimismus der Credit Suisse First Boston zu kämpfen. Das Brokerhaus rechnet damit, dass die meisten Hersteller von Computer-Hardware die Geschäftsprognosen für das zweite Quartal reduzieren werden. Vor allem der aggressive Preiskampf und die nachlassende Nachfrage in Europa dürften sich weiter belastend auswirken.

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