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Wall Street erholt sich leicht

New Yorks Aktienindizes erholen sich zur Mittagsstunde von den leichten morgendlichen Kursverlusten. Während der Dow Jones Index nach wie vor in der Verlustzone notiert, tendiert der Nasdaq Index unverändert. Die Umsatzwarnung von Softwarehersteller Adobe belastet den Nasdaq Index. Der Softwarehersteller wird die Umsatzprognosen im dritten Quartal voraussichtlich nicht erfüllen.

Die schlechte Marktlage in den USA und Asien seien dafür verantwortlich, sagt das Management. Das Trostpflaster: Adobe wird die Gewinnerwartungen dank Kostenreduktion voraussichtlich einhalten. Die Aktie verliert jedoch über fünf Prozent an Wert. Auf der Verliererliste zeigen sich wegen trüber Prognosen am Montag die Finanz- und Brokerwerte. Das Papier von J.P. Morgan und die Aktie der Citigroup kosten den Dow Jones Index Punkte. Wegen des schwachen Branchenumfelds und des schwierigen Verlaufs der Kapitalmärkte senken die Analysten der Investmentbank Goldman Sachs erneut die Ertragsaussichten für Lehman Brothers. In den vergangenen zehn Monaten senkte Goldman Sachs die Gewinnerwartungen für Lehman Brothers um insgesamt 35 Prozent. Sie reduzieren die Einstufung der Aktie von "überdurchschnittlicher Market Performer" auf "halten". Das Brokerhaus J.P. Morgan reduziert die Gewinnerwartungen unter anderem für Morgan Stanley Dean Witter und Goldman Sachs.

Kursgewinne bei Chip-, Software- und Computerwerten sorgen bisher nur für milden Ausgleich. Intel und Microsoft bescheren sowohl dem Index der 30-US-Standardwerte als auch dem US-High-Tech-Barometer Punktgewinne. Qualcomm und Dell heben den Nasdaq Index ins positive Terrain. Freundliche Kommentare sorgen bei Advanced Micro Devices und Phillips Petroleum für Auftrieb. Die Aktien von Advanced Micro Devices seien günstiger als die des Konkurrenten Intel und seien obendrein unterbewertet. Mit dieser Beschreibung macht ein Bericht im Anlegermagazin Barron´s die Aktie des Chipherstellers zu einer der am meisten gehandelten Aktien. Konkurrent Intel legt ebenfalls an Wert zu. Von einem Bericht im Barron´s profitiert am Morgen auch die Aktie von Phillips Petroleum. Nach Aussagen eines Fondsmanagers von Petrie, Parkman & Co haben die Aktien des Ölkonzerns für die kommenden zwölf Monate ein Kurspotenzial von 80 Dollar. Die Aktie schloss am Freitag bei 57 Dollar pro Aktie.

Die Aktie von Cisco Systems zählt zu den größten Nasdaq-Verlierern, nachdem die Analysten von Dresdner Kleinwort Wasserstein die Aktie von "halten" auf "reduzieren" herabgestuft hat. Ciscos Geschäftsbereich entwickle sich nach wie vor schwach. Eine Erholung sei bisher nicht in Sicht. Die Experten bestätigen dennoch die Gewinnerwartungen für das laufende und das kommende Geschäftsjahr.

Übernahmeneuigkeiten befördern die Aktie von General Electric auf die Verliererliste. Nachdem die Übernahme von Honeywell durch die europäische Wettbewerbskommission untersagt wurde, plant der Mischkonzern nun den nächsten Coup. General Electric wird im Finanzbereich expandieren. GE Capital, der Finanzbereich von General Electric, übernimmt Heller Financial für 5,3 Milliarden Dollar in bar. Der Finanzdienstleister ist auf die Vergabe von Krediten an kleine und mittelständische Unternehmen spezialisiert. Im abgelaufenen Jahr erzielte Heller Financial eine Gewinnmarge von 28 Prozent. Während die Anleger von GE wenig Begeisterung zeigen und die Aktie um 1,6 Prozent schwächer notiert, schießt das Papier von Heller Financial fast 48 Prozent ins Plus.

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