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Wall Street eröffnet im Minus

Die Wall Street notiert einheitlich im Minus. Während der Dow Jones Index gleich nach Handelsstart in die Verlustzone drehte, gesellte sich der Nasdaq Index wenige Handelsminuten später dazu.

Zwar zeigten sich die Technologiewerte nach Handelsstart stärker, doch konnte der Trend den Nasdaq Index nicht in der Gewinnzone halten. Die Hersteller von Telefon- und Computerzubehör legen an Wert zu, nachdem Qualcomm die Anleger mit positiven Zukunftsaussichten erfreut.



Der Dow Jones Index leidet unter den Kursverlusten von Microsoft und Merck. Auch die Arbeitsmarktdaten scheinen sich auf die Stimmung der Marktteilnehmer stärker auszuwirken, als zunächst erwartet. Sie sind für die Märkte schlechter ausgefallen als prognostiziert. Demnach ist die US-Arbeitslosenzahl nicht wie erwartet gestiegen, sondern liegt wie im Vormonat auf 3,9 Prozent - einem 30-Jahrestief. Vor allem das Baugewerbe hat neu Jobs hervorgebracht. Der Anstieg des durchschnittlichen Arbeitslohns ist um 0,2 Prozent auf 0,4 Prozent angewachsen. Da höhere Löhne, ein Indikator für Inflation sind, könnte die Wall Street die Nachricht leicht aus dem Konzept bringen.



Gegen den Trend gewinnt Qualcomm in den ersten Handelsminuten rund 10 %. Die Quartalszahlen des Handy-Technologie-Spezialisten überzeugten die Analysten nur teilweise. Der Ausblick auf die Zukunft stimmt die Experten jedoch optimistisch. Mit einem Gewinn von 25 Cents pro Aktie wurden die Konsensschätzungen um einen Cent übertroffen. Die durchschnittlichen Umsatz-Erwartungen von 709 Mill. $ wurden hingegen mit 635 Mill. $ deutlich verfehlt. Doch die Zukunft sieht rosiger aus. Qualcomm bestätigte, dass die Umsatzerwartungen im ersten Quartal erfüllt würden. Das Unternehmen erwartet einen Absatz von rund 14 Millionen CDMA-Chips, drei Millionen mehr als im abgelaufenen Quartal. Weiter soll der Aufbau eines CDMA-Netzes in China bald beginnen.



Bei Priceline dreht sich das Personalkarussell und der Kurs purzelt erneut. Im frühen Handel verliert die Aktie 32 % an Wert. Die Star-Finanzchefin Heidi Miller ist zurückgetreten. Der Schritt erfolgt im Anschluss an die jüngsten Quartalszahlen. Das Unternehmen lag sowohl mit dem Verlust von einem Cent pro Aktie und dem Umsatz von 341,4 Mill. $ im Rahmen der Erwartungen. Allerdings hat das Management einen Rückgang im Kerngeschäft, dem Verkauf von Flugtickets, gemeldet. Gleichzeitig warnte Priceline, der Umsatz werde im vierten Quartal sinken.

Dabei ließ das Management offen, ob trotzdem das Ziel erreicht wird, im kommenden Quartal erstmals Gewinne auszuweisen. Nicht zuletzt gab Priceline die Entlassung von 87 Mitarbeitern, 16 Prozent der Belegschaft, bekannt - die eine Rückstellung im vierten Quartal nach sich ziehen werde. Die Priceline-Aktie brach daraufhin nachbörslich über 40 Prozent ein - der größte Tagesverlust der Firmengeschichte. Seit Jahresanfang hat der Titel über 86 Prozent an Wert verloren.



Viacom

hat dem Kauf von Anteilen an BET Holdings zugestimmt. Kaufpreis: 3 Mrd. $. Der weltweit drittgrößte Medienkonzern wird einen Teil der Summe in Aktien begleichen und zudem einen Teil der Schulden übernehmen. BTE Holdings betreibt das einzige Kabelnetzwerk in den USA, das auf die schwarze Bevölkerung fokussiert ist. Erst im Mai hat Viacom CBS übernommen. Mit der Übernahmestrategie ist Viacom in den vergangenen Jahren vom fünftgrößten zum drittgrößten Medienkonzern aufgestiegen. Die Aktie verliert an Wert.



Auch gute Zukunftsaussichten verhelfen United Parcel Service am Morgen nicht zu Kursgewinnen. Das Unternehmen ist zuversichtlich im nächsten Jahr ein Umsatzwachstum von etwa 10 % zu erreichen. Die Gewinne werden voraussichtlich um 15 % steigen. Der größte Lieferservice plant, die Ausgaben um 33 % auf 2,8 Mrd. $ zu erhöhen. Die zusätzlichen Mittel sollen vor allem für den Kauf von Flugzeugen, Fahrzeugen und Gebäuden verwendet werden. Wie Boeing mitteilt, hat UPS einen Auftrag über 2 Mrd. $ an den größten Flugzeughersteller vergeben. Dabei sollen Passagierflugzeuge in Frachtmaschinen umgebaut werden. Frischen Schwung soll das Weihnachtsgeschäft bringen. An Spitzentagen wird UPS voraussichtlich 19 Millionen Pakete pro Tag verschicken.

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