Wall Street freundlich - Ford fährt erstmals seit 1992 Jahresverlust ein: Gute Berichte heben die Stimmung an US-Märkten

Wall Street freundlich - Ford fährt erstmals seit 1992 Jahresverlust ein
Gute Berichte heben die Stimmung an US-Märkten

Die schlechten Nachrichten von Intel waren am Donnerstag fast vergessen, die Stimmung an der Wall Street war freundlich. Zu den Gewinnern zählten Yahoo, Citigroup und die Hersteller von Computern.

hal NEW YORK. Bergauf ging es mit den Kursbarometern der New Yorker Aktienbörsen am Donnerstag. Am Tag zuvor habe noch Intel mit seinem schwachen Ausblick den Markt belastet, sagte Lance Zipper von Brean Murray. "Aber heute kommen andere Unternehmen, die uns zeigen, dass alles nicht so schlimm ist."

Da fielen die vor Handelsbeginn veröffentlichten US-Arbeitsmarktzahlen, die über den Erwartungen lagen, kaum noch auf. Die Händler schauten vielmehr auf Unternehmen wie die Computerbauer Compaq, IBM, Apple oder Citigroup und Yahoo. Diese meldeten Erfreuliches, so dass der Dow-Jones-Index mit 1,42 % deutlich zulegen konnte. Steigen konnten ebenfalls der breiter gefasste S&P-500-Index (1 %) sowie der Technologie-Index Nasdaq Composite (2,13 %).

Am Mittwoch nach Handelsschluss hatte Compaq seine Zahlen vorgelegt. Nettogewinn im vierten Quartal 2001: 92 Mill. $ oder 5 Cent pro Aktie. Analysten hatten nur mit einem Cent je Anteilsschein gerechnet. Noch stärkeren Eindruck dürfte die Ansage gemacht haben, dass Compaq die Erwartungen beim Gewinn und den Verkaufszahlen für das erste Quartal übertreffen werde. Die Aktie stieg um 6,31 %. Im Sog stiegen Microsoft-Aktien (+2,93 %). Der Softwaregigant teilte erst nach Börsenschluss seine Zahlen mit.

Zu den Gewinnern zählte auch Konkurrent Apple, der am Mittwoch einen Profit von 38 Mill. $ für das erste Quartal gemeldet hatte, das am 29. Dezember zu Ende gegangen war. Apple-Aktien stiegen um 8,18 %. Ebenso die Aktien von Mitbewerber Hewlett-Packard: +4,95 %. Profitieren konnte der Branchenriese IBM von einer Kaufempfehlung der Investmentbank Lehman Brothers, die Aktie stieg um 2,26 %.

Für Aufschwung im Standardwerte-Index sorgte vor allem United Technologies. Das Ergebnis im vierten Quartal von 69 Cent je Aktie lag über den Erwartungen, woraufhin das Papier mit 7,28 % stärkster Gewinner im Dow war. Schwergewicht General Electric trugen mit einem Aufschlag von 2,87 % zu dem Plus des Index bei. Die Quartalszahlen lagen im Rahmen der Erwartungen, der Ausblick ist positiv: GE will das Ergebnis 2002 um 16 bis 17 Prozent steigern. Im Plus auch Finanzgigant Citigroup (+2,13 %). Der Nettogewinn konnte im vierten Quartal gegenüber dem Vorjahreszeitraum um 16 % gesteigert werden.

Größter Nasdaq-Gewinner war Yahoo (+12,59 %). Angesichts des schwachen Online-Werbemarktes habe man zwar zum fünften Mal in Folge einen Quartalsverlust verbuchen müssen, operativ kam aber ein Gewinn heraus, der deutlich über den Prognosen lag. Experten sagten, der Ausblick des Internet-Riesen stimme zuversichtlich für die Entwicklung der gesamten Branche.

Zu den Verlierern zählte Ford, die einen Verlust von 5,07 Mrd. $ im vierten Quartal einfuhren. Die Bilanz des Gesamtjahres war zum ersten Mal seit zehn Jahren negativ: -5,45 Mrd. $. Ford gab 1,67 % ab.

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