Wall Street: General Motors und JP Morgan belasten den Markt: Wall Street startet mit Verlusten

Wall Street: General Motors und JP Morgan belasten den Markt
Wall Street startet mit Verlusten

Zwei Schergewichte belasten den Standardindex. General Motors meldet einen Gewinneinbruch, JP Morgan Chase liegt mit Gewinn und Umsatz ebenfalls unterhalb den Analystenerwartungen.

vwd/WSC NEW YORK. Leichter haben die US-Standardtitel an Wall Street am Mittwoch den Handel eröffnet. Der Dow-Jones-Index für 30 Industriewerte fällt zur Eröffnung um 0,8 Prozent bzw 75,08 Punkte auf 9 849,07. Der S&P-500-Index ermäßigt sich um 0,8 Prozent bzw 9,16 auf 1.137,03 Stellen. Der Nasdaq-Composite-Index verliert 1,7 Prozent bzw 32,96 auf 1.967,95 Zähler.

General Motors meldet, die Gewinne im vierten Quartal seien um 58 Prozent eingebrochen. Der weltgrößte Auto-Hersteller weist einen Gewinn von 255 Millionen Dollar oder 60 Cent pro Aktie aus. Wie schwer das GM-Ergebnis einzuschätzen war, zeigt die vorherige Schätzung der Analysten: Sie hatten mit einem Gewinn zwischen 40 Cent und 76 Cent auf eine breite Spanne getippt.

Abwärts geht es auch für das Papier von JP Morgan Chase. Die größte amerikanische Bank hat im abgelaufenen Quartal einen Gewinn von 12 Cent pro Aktie eingefahren, 23 Cent weniger als Analysten erwartet hatten. Der Umsatz fiel in der selben Spanne um fast zehn Prozent. Das Unternehmen führt die Einbrüche auf die Krisen beim Energietrader Enron sowie in Argentinien zurück.

Im Laufe des Tages und nach Handelsschluss melden am Mittwoch American Airlines, Continental Airlines, Compaq, Apple, Yahoo und Travelocity.

Vor allem auf die Ergebnisse der Tech-Unternehmen wartet man mit Spannung. An der Nasdaq haben sämtliche Branchen seit den Tiefständen nach den September-Attacken satte Zugewinne einfahren können. Jetzt gilt es, diese Gewinne mit Zahlen zu rechtfertigen.

Nur teilweise gelungen ist das dem Chipriesen Intel. Zwar übertraf das Unternehmen die Gewinnerwartungen der Wall Street um ganze vier Cent und weist ein Anteilsplus von 15 Cent aus. Doch erwartet man im laufenden ersten Quartal einen Umsatz zwischen 6,4 und 7 Mrd. Dollar. Zudem soll die Höhe der Investitionen nur 5,5 Milliarden Dollar betragen. Zum Vergleich: In 2001 investierte Intel die Rekordsumme von 7,3 Milliarden Dollar. Die Analysten sind nun uneinig, was die Einstufung der Aktie betrifft: Prudential Securities bestätigt zunächst das Kursziel von 44 Dollar, die Credit Suisse First Boston stuft auf "kaufen" auf, Goldman Sachs hat Intel auf der "Empfehlungsliste", Morgan Stanley nennt die Aktie einen "Outperformer", und die Analysten der ABN Amro bewerten sie nur noch mit "halten".

Keine guten Aussichten für Ebay

Über "die beste Weihnachtssaison, die wir jemals hatten" freute sich am Dienstagabend Ebay-Finanzchef Rajiv Dutta. Viele Käufer hätten über die Webseiten des Auktionators ihre Weihnachtsgeschenke eingekauft - oder danach versteigert. Im vierten Quartal ist der Umsatz um 64 Prozent auf 219 Mill. Dollar geklettert. Der Gewinn ist um neun Prozent auf 26 Mill. Dollar gestiegen. Die Aussichten sind dennoch nicht rosig: Marktexperten rechnen für die erste Jahreshälfte mit einem weiterhin schwachen Anzeigenmarkt. Holly Becker, Internet-Analystin bei Lehman Brothers rät daher zur "Vorsicht"

Serviceangebote
Zur Startseite
-0%1%2%3%4%5%6%7%8%9%10%11%12%13%14%15%16%17%18%19%20%21%22%23%24%25%26%27%28%29%30%31%32%33%34%35%36%37%38%39%40%41%42%43%44%45%46%47%48%49%50%51%52%53%54%55%56%57%58%59%60%61%62%63%64%65%66%67%68%69%70%71%72%73%74%75%76%77%78%79%80%81%82%83%84%85%86%87%88%89%90%91%92%93%94%95%96%97%98%99%100%