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Wall Street: Gewinnwarnungen drücken Stimmung

Weitere Gewinnwarnungen haben die Stimmung der Anleger an der Wall Street nach Händlerangaben am Donnerstag im frühen Geschäft gedrückt und die Kurse abbröckeln lassen.

Reuters NEW YORK. Die Gewinnwarnung des britischen Telekommunikationsausrüsters Marconi habe nicht nur die europäischen Börsen belastet, sondern auch Schatten auf die Technologiewerte in den USA geworfen, sagten Börsianer. Aber negative Nachrichten für den Markt seien auch von großen US-Unternehmen wie Federated Department Stores gekommen. "Das allgemeine Gefühl, dass es ein bisschen besser wird, ändert sich in: Lasst uns das erst mal in der Realität sehen", sagte Tom Sparico, Geschäftsführer bei Bengal Partners in Stamford.

Der Dow-Jones-Index notierte rund eine Stunde nach Börseneröffnung mit 0,17 Prozent im Minus auf 10 533 Punkten, der technologielastige Nasdaq-Index fiel 0,6 Prozent auf 2 127 Zähler.

Marconi hatte mitgeteilt, auf Grund einer deutlichen Konjunkturabkühlung in Europa erwarte das Unternehmen im Vergleich zum Vorjahr einen um die Hälfte geringeren Betriebsgewinn. Das Unternehmen will nach eigenen Angaben außerdem weitere neun Prozent der Stellen kürzen. Die in New York gelisteten American Depositary Receipts des Unternehmens brachen im frühen Geschäft um 52,35 Prozent auf 3,35 Dollar ein. Der US-Einzelhandelskonzern Federated Department Stores teilte vor US-Börseneröffnung mit, der Gewinn im zweiten Quartal und für das Gesamtjahr 2001 dürfte wegen schwacher Umsätze niedriger ausfallen als zunächst erwartet. Die Aktien gaben 8,67 Prozent auf 36,88 Dollar nach. Die Titel der Knight Trading Group, des größten Aktienhändlers der Nasdaq, notierten unverändert auf 10,21 Dollar. Das Unternehmen erwartet nach eigenen Angaben im zweiten Quartal nur halb so viel Gewinn je Aktie wie zunächst prognostiziert. Die Titel des Telekom - und Datenserviceunternehmens WorldCom stiegen um acht Cents auf 14,55 Dollar. Das Unternehmen hatte seine Prognose für das Umsatzwachstum im Gesamtjahr angehoben und seine Ergebnisprognose (EBITDA) bestätigt.

Die Daten zur Entwicklung der Anträge auf US-Arbeitslosenunterstützung seien im Rahmen der Erwartungen ausgefallen, sagten Börsianer. Das US-Arbeitsministerium hatte mitgeteilt, in der Woche zum 30. Juni 2001 sei die Zahl der Erstanträge auf 399.000 von 392.000 in der Vorwoche gestiegen. Von Reuters befragte Volkswirte hatten für die Berichtswoche mit genau dieser Zahl gerechnet.

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