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Wall Street im Keller, Nasdaq besser als befürchtet

An New Yorks Wall Street geht es bergab. Der Dow Jones Index notiert am Vormittag 2,3 Prozent im Minus. Der Börsenindikator der Nasdaq startete schwach, doch pendelt er eine Stunde nach Eröffnung zwischen Gewinn- und Verlustzone. Die Aktienmärkte leiden nicht nur unter der Unsicherheit über die weitere Entwicklung der US-Wirtschaft. Die schwere Krise in Japan und die schlechte Marktlage in Europa belastet die Wall Street zusätzlich.

Auf Unterstützung von außen brauchen Amerikas Aktienmärkte zurzeit nicht zu hoffen. Die Warnungen von Europas großen Technologieunternehmen wie Siemens, Ericsson, Philips und Infineon machen immer deutlicher, dass die Nachfrageflaute mittlerweile auch Europa erreicht hat, so Tim Mahon von Brokerhaus Credit Suisse First Boston. Denn US-Unternehmen bricht damit in Zeiten schwächelnder US-Konjunktur nicht nur in den USA der Absatzmarkt weg. Auch in Europa wird die Nachfrage nach der sonst so beliebten amerikanischen Technologie zurückgehen.



Zusätzlich belastet die Weltbörse in New York die Wirtschaftskrise in Japan. Am 31. März wird das Fiskaljahr 2000 der meisten japanischen Banken enden. Grund genug für Analystenhaus Fitch rund 19 japanische Bankhäuser genauer unter die Lupe zu nehmen. Gerüchte, nach denen die Bank of Japan kürz vor dem Konkurs steht, belasten die Stimmung. Die Entwicklung dürfte an Amerikas Finanzinstituten nicht spurlos vorbei gehen. Brokerhaus Goldman Sachs äußert sich zudem besorgt über den europäischen Finanzmarkt. Vor allem der Banksektor dürfte an New Yorks Wall Street heute unter Druck geraten. J.P. Morgan Chase und Goldman Sachs büßen Punkte ein.



Dass amerikanische Unternehmen vor Schwierigkeiten auf den außeramerikanischen Absatzmärkten nicht gefeit sind, bestätigt am Morgen McDonald´s. Die Aktie verliert an Wert, nachdem die weltweit größte Kette von Fast-Food-Restaurants die Anleger mit einer Gewinnwarnung schockte. Der Konzern wird die Gewinnprognosen für das erste Quartal und das Geschäftsjahr 2001 nicht erfüllen können. Der feste Dollar und vor allem die BSE Krise in Europa kosten die Kette mit dem schottischen Namen einen Teil der Einnahmen.



Zu den größten Verlieren des Dow Jones Indexes gehören zur Stunde die Aktien von United Technologies, Citibank und SBC Communications. Im Plus notieren 3M, Hewlett-Packard und Microsoft. An der Nasdaq verlieren Cisco, Oracle und Voicestream. Dagegensteuern können Worldcom, Veritas und Dell.



Der Softwarehersteller Veritas konnte auf einem Analystentreffen einen guten Eindruck hinterlassen. Veritas sei nicht nur im Segment der Speichermanagementsoftware marktbeherrschend, sondern werde nun auch erfolgreiche SAN-Lösungen anbieten, schreiben die Analysten.

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