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Wall Street im Plus

Die Wall Street startet einheitlich in der Gewinnzone. Nur kurzzeitig tauchte der Nasdaq Index is negative Terrain. Vor allem Pharma- und Ölwerte notieren im frühen Handel schwächer. Neuigkeiten aus Washington sorgten am Morgen für Unruhe. Der republikanische Senators Jim Jeffords, bisher Mitglied der Bush-Regierung, erklärte am Morgen, er werde aus der Fraktion austreten und in Zukunft als unabhängiges Mitglied des Senates arbeiten. Damit erhalten die Mehrheit im Senat .

Die endgültige Entscheidungen über Bushs Steuersenkungsprogramm könnte sich somit verzögern. Der Wall Street würde dies schaden. Nach Zeiten steigender Zinsen und drohender Rezession hoffen die Marktteilnehmer, dass die US-Wirtschaft durch die Zinssenkungen und sinkende Steuern wieder angekurbelt wird und Kapital in die Märkte fließt. Die Aktien, die von der Bush-Regierung profitierten, dürften unter Druck geraten.

Zu den größten Dow Jones Gewinnern gehören am Morgen die Aktien von IBM, Citigroup und Microsoft. IBM notiert mittlerweile auf dem höchsten Stand seit acht Monaten. Pharmawerte Merck zählt dagegen einen weiteren Tag in Folge zu den größten Verlieren.

Zu den am meisten gehandelten Titeln gehören die Aktien von Nokia, Cisco und Ciena. Nokia verliert im frühen Handel über zwei Prozent an Wert. Zwar bestätigen die Analysten von der Credit Suisse First Boston ihre Empfehlung auf "Kauf", obwohl sich die Aussichten verschlechtert könnten. Die zwei größten Zulieferer von Nokia sprachen auf einer Analystenkonferenz der Credit Suisse von einer unerwartet schleppenden Entwicklung im Funktelefonbereich im zweiten Quartal. Doch ob Lieferanten von Komponenten die Entwicklung der Funktelefonnachfrage vorhersagen können, ist fraglich. Erst in der vergangenen Woche deutete Texas Instruments eine Erholung der Branche an. Nokia ist der größte Kunde für DSP Chips von Texas Instruments. Die Credit Suisse hält an der "aggressiven Kaufempfehlung" weiterhin fest. Selbst wenn die Stückzahlverkäufe nach unten revidiert werden müssen, dürfte Nokia die Ertragsschätzungen für das laufende Quartal einhalten. Auch Motorola notiert im Minus.

Unter Druck geraten heute die Aktie von Lehman Brothers. Die Aktie wird gleich von zwei Brokerhäusern abgestuft. Nach den soliden Kursgewinnen der letzten Wochen, sei das Papier des Brokerhauses etwas zu teuer geworden. Während die Aktien der meisten Brokerhäuser noch fast 30 Prozent von den Höchstkursen entfernt sind, notiert Lehman Brothers nur acht Prozent vom Top entfernt. Sowohl die Analysten der Credit Suisse als auch von Merrill Lynch stufen den Konkurrenten auf "halten" ab.

Priceline verliert ebenfalls. Delta Airlines verkauft einen Teil der Anteil an Priceline. Die Fluggesellschaft hat bei der Börsenaufsicht SEC Verkaufsabsichten veröffentlicht. Dabei sollen fünf Millionen Aktien "so schnell wie möglich" auf den Markt gebracht werden. Dieser Anteil würde bei dem derzeitigen Aktienkurs rund 26 Millionen Dollar einbringen. Delta hält eine Beteiligung an Priceline von knapp 14 Prozent. Priceline zeigte sich den Verkaufsabsichten gegenüber gelassen. Dies sei ein normaler Vorgang, hieß es. Die Aktie von Priceline bewegte sich in den vergangenen Monaten in einer sehr großen Spanne von einem bis zu 50 Dollar. Das Papier hat sich seit Jahresanfang um 300 Prozent verbessert.

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