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Wall Street im Plus

Die Anleger scheinen mit Alan Greenspans Zinsentscheidung zufrieden zu sein. Einen Tag, nachdem der Notenbank-Chef die Zinsen in diesem Jahr ein sechstes Mal senkte, notieren sowohl der Dow Jones als auch der Nasdaq Index kräftig im Plus. Nachdem die Wall Street auf ruhige Handelstage zurück blickt, kehren heute die Anleger zumindest in den frühen Handelsstunden in den Markt zurück. Vor allem Technologiewerte legen an Wert zu. Neben Ciena notieren auch I2 Technologies und Broadvision im Plus.

Zu den am meisten gehandelten Aktien gehört am Morgen die Aktie von Honeywell. General Electric soll der Europäischen Wettbewerbsbehörde weitere Zugeständnisse gemacht haben, um von ihr die Übernahmeerlaubnis für den Mischkonzern zu erhalten. Das wollen sowohl Wall Street Journal als auch die Financial Times aus nicht genannten Quellen erfahren haben. Vielleicht ist der 42 Milliarden Dollar-Deal somit noch nicht verloren. Die Aktie von Honeywell führt im frühen Handel die Gewinnerliste der Dow Jones Werte an, General Electric steht dagegen auf der Verliererliste ganz oben.

Nachdem bereits gestern Xilinx mit einer Gewinnwarnung für Unruhe im Chipsektor sorgte, bestätigt Altera die Gewinnprognosen für das laufende Jahr. Gleichzeitig kündigt der zweitgrößte Hersteller von programmierbaren Chips an, rund 150 Arbeitsplätze und damit fast sieben Prozent der Stellen abbauen zu wollen. Die Umstrukturierungskosten von 105 Millionen Dollar sollen das Ergebnis jedoch nicht belasten. Das Brokerhaus UBS Warburg empfiehlt Altera weiterhin zum Kauf. Das Kursziel steht bei 45 Dollar pro Aktie. Sowohl Altera als auch Xilinx notieren im Plus.

Neuigkeiten gibt es ebenfalls von IBP und Tyson. Der Nahrungsmittel-Produzent Tyson Foods wird nun den Schweine- und Rindfleischverarbeitungskonzern IBP für die ursprünglich geplanten 3,2 Milliarden Dollar übernehmen. Tyson hatte, versucht die angebahnte Akquisition im März abzublasen, nachdem Tyson einige Fehler in der Buchhaltung von IBP festgestellt hatte. Nun wird der Lebensmittelhersteller die noch ausstehenden IBP-Aktien für den ursprünglich geplanten Preis von 30 Dollar pro Papier kaufen. IBP-Anleger freuen sich. Die Aktie gewinnt im frühen Handel an Wert. Das Papier von Tyson notiert dagegen im Minus.

Mit einer Gewinnwarnung melden sich Macromedia und Redback zu Wort. Macromedia, der Hersteller von Produkten zur Gestaltung von Web-Seiten, wird im ersten Quartal einen Verlust zwischen 15 bis 20 Cents pro Aktie ausweisen. Analysten waren bisher von einem Gewinn in Höhe von 13 Cents pro Aktie ausgegangen. Redback Networks bleibt vom Abwärtssog der Internet- und Telekom-Branche ebenfalls nicht verschont. Die schlechte Auftragslage belastet das laufende Quartal des Herstellers von Netzwerktechnologie. Die Analystengilde stuft die Aktie ab, unter ihnen unter anderem Lehman Brothers, ABN Amro und Deutsche Bank. Die Aktie ist im Handel zur Stunde einer der größten Verlierer.

© Wall Street Correspondents Inc.

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