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Wall Street im späten Handel schwächer

Der überraschende Anstieg des Verbrauchervertauens in den USA im Monat März hat laut Händlern die Hoffnungen auf größere Zinssenkungen der US-Notenbank gedämpft.

Reuters NEW York. Die US-Aktienmärkte haben am Freitag im späten Handel schwächer tendiert. Durch die schlechten Nachrichten des Computerherstellers Compaq und des Softwarekonzerns Oracle sei zudem insbesondere der Technologisektor unter Druck geraten, hieß es weiter. Der Dow-Jones-Index der Standardwerte tendierte 1,12 Prozent leichter auf 9918,68 Zähler, während der breiter gefasst S&P 500 1,31 Prozent auf 1158,16 Punkte verlor. Der technologielastige Nasdaq-Index notierte 2,15 Prozent im Minus auf 1898,15 Punkten.

Nach Aussagen von Marktteilnehmern wird damit gerechnet, dass der für Zinsentscheide zuständige Offenmarktauschuss der US-Notenbank Fed an seiner Sitzung vom Dienstag kommender Woche die Leitzinsen um 50 oder 75 Basispunkte senkt. Für viele Anleger wäre jedoch eine Senkung um lediglich 50 Basispunkte eine Enttäuschung, hieß es am Markt. "Es ist das gute Nachrichten/schlechte Nachrichten-Szenario", kommentierte Peter Coolidge von Brean Murray die Stimmung an den amerikanischen Finanzmärkten. "Wir brauchen das Vertrauen der Konsumenten, kurzfristig hält es die Notenbank aber eher davon ab, die Zinsen in größerem Ausmaß zu senken", fügte er inzu.

Nach der jüngsten Studie der Universität Michigan ist das Vertrauen der US-Verbraucher in die Wirtschaftsentwicklung des Landes im März im Vergleich zum Februar überraschend gestiegen. Den Angaben zufolge legte der Gesamtindex auf 91,8 Punkte zu, nachdem er noch im Februar bei 90,6 Punkte gelegen hatte.

An der Technologiebörse Nasdaq wirkten sich Händlern zufolge vor allem die Gewinnwarnungen der Index-Schwergewichte Compaq und Oracle negativ aus. Die Papiere von Compaq legten jedoch trotzdem im Tagesverlauf 1,46 Prozent auf 18,77 Dollar zu, während Oracle 2,13 Prozent leichter auf zuletzt 14-3/8 Dollar tendierte. Auch andere Titel der Computerindustrie waren davon beeinflusst. So gaben die Papiere des Computerherstellers International Business Machines (IBM) um 5,94 Prozent auf 89,88 Dollar nach, Hewlett Packard lagen zuletzt 2,7 Prozent im Minus bei 29,88 Dollar.

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