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Wall Street im späten Handel schwächer

Händlern zufolge haben neu veröffentlichte US-Arbeitsmarktdaten sowie schlechte Unternehmensnachrichten vom Chiphersteller Novellus die Anleger verunsichert und insbesondere den Technologiesektor in die Verlustzone geführt. Der Dow-Jones-Index 30 führender Industriewerte notierte zuletzt 1,07 Prozent leichter auf 10.759,13 Punkten.

Reuters New York. Die New Yorker Aktienmärkte haben am Donnerstag im späten Handel schwächer tendiert. Händlern zufolge haben neu veröffentlichte US-Arbeitsmarktdaten sowie schlechte Unternehmensnachrichten vom Chiphersteller Novellus die Anleger verunsichert und insbesondere den Technologiesektor in die Verlustzone geführt. Der Dow-Jones-Index 30 führender Industriewerte notierte zuletzt 1,07 Prozent leichter auf 10.759,13 Punkten, während der breiter gefasste S&P 500 sich um 1,88 Prozent auf 1243,61 Zähler verschlechterte. Der technologielastige Nasdaq-Index tendierte 3,3 Prozent leichter auf 2147,28 Punkten.

Nach Aussagen von Marktteilnehmern ist die am Donnerstag veröffentlichte Zahl der Neuanträge auf US-Arbeitslosenunterstützung deutlich höher als erwartet, was die Ängste vor einer weiterhin schwachen Konjunktur geschürt habe. "Der Tech-Sektor hat sich in letzter Zeit positiv entwickelt, dies basierte aber auf der Annahme, dass es mit der Wirtschaft aufwärts geht", meinte dazu Michael Manns von American Express Asset Management. Der Chiphersteller Novellus hatte außerdem bekannt gegeben, dass das zweite Quartal 2001 schlechter verlaufen werde als das erste und die Aussichten im Halbleitersektor bis zum vierten Quartal des laufenden Jahres getrübt sein würden. Die Novellus-Papiere verloren daraufhin 6,85 Prozent auf zuletzt 51,7 Dollar.

Bei den Standardwerten stand Börsianern zufolge insbesondere der Konsumgüter-Konzern Newell Rubbermaid durch eine Gewinnwarnung im Mittelpunkt des Interesses. Das Unternehmen hatte zuvor verlauten lassen, im Geschäftsjahr 2001 mit einem deutlichen Gewinnrückgang zu rechnen. Außerdem wolle man sechs Prozent der Stellen abbauen, um die Kosten zu senken. Die Aktie des Unternehmens verlor im Zuge der schlechten Nachrichten 4,43 Prozent auf 26,13 Dollar.

An den Finanzmärkten wird laut Händlern nun mit Spannung der für Freitag vom Arbeitsamt publizierte Arbeitsmarktbericht erwartet, vom dem sich die Investoren neue Hinweise über den weiteren Verlauf der US-Wirtschaftsentwicklung erhoffen.

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