Wall Street im Vorfeld der Zinsentscheidung
Euro verharrt in New York auf ermäßigtem Niveau

Reuters NEW YORK. Der Euro hat am Montag im frühen New Yorker Geschäft im Vorfeld der Veröffentlichung wichtiger Konjunkturdaten aus der Euro-Zone sowie der Zinsentscheidung der Fed am Dienstag auf seinem bis gegen Mittag in Europa erreichten Niveau verharrt. Händlern zufolge steht das Treffen der US-Notenbank Fed am Dienstag, dessen Ergebnisse gegen 20.15 Uhr MESZ erwartet werden, im Mittelpunkt des Interesses. Belastend für die Gemeinschaftswährung wirkten sich aber Unsicherheiten vor der Vorlage des Ifo-Index sowie der deutschen Preisdaten im Wochenverlauf aus.

Der Euro wurde zur Eröffnung in New York mit 0,9026/31 nach einer letzten Notiz am Freitag von 0,9061/66 $ gehandelt. Gegen 15.15 Uhr kostete die Währung 0,9036/40 $, nachdem die Europäische Zentralbank (EZB) den Referenzkurs am Mittag in Frankfurt mit 0,9023 $ festgestellt hatte. Der Dollar kam mit 108,25/35 (108,36/44) Yen in den Markt und notierte gegen 15.00 Uhr mit 108,22/31 Yen.

Analysten erwarten keinen Zinsschritt

Nach nahezu einhelliger Einschätzung der Finanzmärkte wird die US-Notenbank bei ihrem geldpolitischen Treffen am Dienstag die Leitzinsen unverändert lassen. Einer Umfrage zufolge erwarten 28 der 29 befragten Primärhändler amerikanischer Staatsanleihen keinen Zinsschritt der Fed. Sinkender Inflationsdruck wird die US-Währungshüter Analysten zufolge davon abhalten, die geldpolitischen Zügel weiter zu straffen, auch wenn die allseits erwartete "weiche Landung" der US-Konjunktur bislang ausgeblieben ist.

Das Geschäftsklima in Deutschland hat sich nach Einschätzung von Volkswirten im Juli nach dem Rückgang des Vormonats wieder verbessert. Vor allem die Zustimmung des Bundesrates zur Steuerreform wird als positives Signal für einen anhaltenden Konjunkturaufschwung gesehen. Im Durchschnitt erwarten die befragten Volkswirte beim am Dienstag zur Veröffentlichung anstehenden Ifo-Geschäftsklimaindex einen Wert von 101,28 nach 100,4 im Juni und 102,1 im Mai.

Die Preisentwicklung in Deutschland sorgt Händlern zufolge weiterhin für Verunsicherung am Markt. Besonderes Augenmerk gelte dabei den Preisen für Rohöl und Ölprodukte. Die einzelnen Statistischen Landesämter dürften ab diesem Mittwoch ihre Daten für die Lebenshaltungskosten im August veröffentlichen.

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