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Wall Street kann sich knapp behaupten

Knapp behauptet tendieren die US-Aktien am Freitagvormittag (Ortzeit), nachdem sie nach Veröffentlichung unerwartet robuster Daten zur Verbraucherstimmung im November einen Kurzausflug in die Gewinnzone unternommen hatten.

vwd NEW YORK. Bis um 11.14 Uhr verliert der aus 30 Industriewerten gebildete Dow-Jones-Index (DJIA) 0,2 % bzw 17,38 Punkte auf 9 570,14 und der breitere S&P-500-Index 0,2 % bzw 2,42 Zähler auf 1 116,78. Der Nasdaq-Index liegt mit 0,2 % bzw 3,60 Stellen auf 1 824,17 im Minus. Bis um 10.00 Uhr Ortszeit waren 113 Mio Aktien gehandelt.

Der an der Universität Michigan berechnete Index für die Verbraucherstimmung in den USA ist im November auf Basis vorläufiger Berechnungen überraschend auf einen Stand von 83,5 gestiegen, nachdem er im Oktober noch einen Wert von 82,7 erreicht hatte. Ökonomen hatten dagegen im Mittel einen Stand von 79,2 erwartet. Beobachter sagten, für kurze Zeit seien am Markt wieder die Hoffnungen auf eine wirtschaftliche Erholung in den Vordergrund getreten. Später jedoch sei der Markt in jene Schwäche zurück gefallen, die ihn bereits am Vortag den größten Teil der bis dahin erzielten Gewinne habe abgeben lassen.

Die Anleger schoben auch die Nachricht der im Oktober mit Rekordtempo gesunkenen Erzeugerpreise beseite. Sie waren gegenüber dem Vormonat um 1,6 % gesunken, Volkswirte hatten im Durchschnitt lediglich mit einem Rückgang um 0,3 % gerechnet. Nach Ansicht von Beobachtern ist der Spielraum der US-Notenbank Federal Reserve angesichts dieser Daten größer geworden, auf eine weitere konjunkturelle Abkühlung mit neuerlichen Maßnahmen zu reagieren. Bereits in ihrem Statement im Anschluss an die Zinssenkung hatte die Fed angedeutet, dass sie derzeit keine Inflationsgefahren sieht bzw eher die wirtschaftlichen Abschwunggefahren fokussiert.

Unter Ökonomen wird spekuliert, dass die Notenbank den Zielsatz für die Fed Funds Rate zu Jahresbeginn bis auf 1,5 % absenken wird. Vereinzelt gebe es sogar schon Stimmen, die vor einer Deflation warnten, hieß es. Die Top-Performer sind gegenwärtig Ölaktien. Baker Hughes verteuern sich um 3,4 % auf 37,35 $ und Cooper Cameron um 2,8 % auf 40,04 $. Die Aktien der Schwesterbranche Gasverorgung laufen dagegen am schlechtesten, was von Marktteilnehmern ein weiteres Mal mit Enron erklärt wird, die um 13 % auf 7,29 $ nachgeben. Grund ist die Revision der Unternehmensgewinne der vergangenen vier Jahre.

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