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Wall Street: Kräftige Kursschwankungen

New Yorks Aktienmärkte unterliegen am Vormittag kräftigen Kursschwankungen. Auch zur Mittagszeit scheinen weder der Dow Jones noch der Nasdaq Index die endgültige Richtung gefunden zu haben.

Der Dow Jones Index verliert 0,49 Prozent. Der Nasdaq Index leidet unter der Schwäche der Technologiewerte und büßt 2,21 Prozent ein.

Die gemischte Nachrichtenlage bestimmt die Marktstimmung. Während Analystenschelte die Aktien des Telekom-Sektors ins negative Terrain treibt, begrenzen vor allem die Punktgewinne bei Pharmawerten die Verluste der Indizes. Die Brokerwerte mussten einen Teil ihrer morgendlichen Kursgewinne bis zur Mittagsstunde abgeben. Die Analysten von UBS Warburg stufen die Titel von Lehman Brothers, Goldman Sachs und Merrill Lynch und Morgan Stanley von "halten" auf "kaufen". Zwar sei das Marktumfeld des Sektors nach wie vor schwach, doch erwarten die Experten eine Erholung im vierten Quartal. Die Aktien von Goldman Sachs, Merrill Lynch, Morgan Stanley und Lehman Brothers notieren schwächer.

Kursverluste bei Banktiteln wie American Express, Citigroup und J.P. Morgan färben den Dow Jones Index dagegen rot. Die Aktien von J.P. Morgan dürften nach Ansicht von Brokerhaus Bear Stearns kurzfristig unter Druck geraten, da durch den Abbau von Arbeitsstellen kurzzeitig außerordentliche Kosten anfallen werden.

Die Aktie von Wal-Mart steht neben Home Depot ganz oben auf der Dow-Verliererliste. Wal-Mart wird in seinen Filialen bis Mitte Oktober keine Visa-Karten als Zahlungsmittel akzeptieren. Damit protestiert die größte Einzelhandelskette der Welt gegen die "unverschämt" hohen Visa-Gebühren.

Die Kursgewinne bei Pharma-, Konsumgüter- und Getränkeaktien begrenzen die Dow-Verluste. Merck, Coca Cola, Procter & Gamble und Philip Morris gewinnen an Wert. Procter & Gamble bestätigte heute auf einer Analystenkonferenz die Quartalsprognosen.

Den Nasdaq Index belasten zur Wochenmitte dagegen die Verluste der Hersteller von Telekommunikations-Komponenten. Die Investitionen für Mobilfunknetze dürften im kommenden Jahr zum ersten Mal sinken. Mit diesem Kommentar setzen die Analysten von Merrill Lynch am Mittwoch die Aktien des Telekommunikationssektor unter Druck.

Die Papiere von Qualcomm, Nextel, Tellabs und JDS Uniphase notieren im Minus. Der weltweite Umsatz des Mobilfunksektors dürfte im kommenden Jahr um fünf Prozent auf 40 Milliarden Dollar zurückgehen, so die Experten. Ursprünglich hatten sie für denselben Zeitraum ein Umsatzwachstum von zehn Prozent erwartet. Die Aktie von Motorola büßt sieben Prozent ein. Der Mobiltelefonkonzern generiert rund ein Fünftel seines Umsatzes mit dem Absatz von Netzwerkzubehör. Die Aktien von Lucent Technologies, weltgrößter Hersteller von Telekommunikationszubehör, rutschen ebenfalls 4,5 Prozent ins Minus. Das Papier von Texas Instruments notierte nur kurzzeitig im Plus, nachdem der Produzent von zwei Drittel aller weltweit verwandten Chips für Mobiltelefone die Umsatzprognosen für das dritte Quartal bestätigte. Die Aktie büßt 5,8 Prozent ein. Die Aktie von Cisco Systems steht erneut im Minus.

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