Archiv
Wall Street läutet zum letzten Mal in 2001

An der Wall Street wird heute regulär gehandelt. Um 22 Uhr MEZ wird "Noch-Bürgermeister" Rudolph Giuliani zum letzten Mal die Schlussglocke in New York läuten. Der letzte Handelstag des Jahres 2001 ist nahezu unverändert gestartet. Die Indizes stehen minimal in den ersten Minuten minimal in den roten Zahlen. Gute Daten über das amerikanische Verbrauchervertrauen hatten die Märkte in der vergangenen Woche beflügelt. Zum Wochenauftakt stützen zunächst positive Analystenkommentare die Märkte. Für Verstimmung könnte der Rücktritt von Adolfo Rodriguez Saa, dem argentinischen Interimspräsidenten, führen.

Von einer Stabilisierung der US-Konjunktur spricht die Investmentbank J.P. Morgan. Die jüngsten Konjunkturdaten stimmen die Analysten zuversichtlich. Anleger sollten den Gesundheitsbereich in ihren Portfolios übergewichten. Zu den Favoriten zählt J.P. Morgan die Aktien von Pfizer und American Home Products .

Trotz eines Rückschlags steht das Pharmaunternehmen Bristol-Myers Squibb auf der Einkaufsliste von Goldman Sachs. Die Analysten empfehlen Anlegern, die Kursschwäche zu nutzen die Aktie kurzfristig zu kaufen. Die amerikanische Gesundheitsbehörde hatte einem Krebsmedikament nicht die Zulassung erteilt. Für heute erwartet die Investmentbank einen turbulenten Handelstag für das Papier. Dennoch dürfte die Aktie in den kommenden Monaten 50 Dollar erreichen.

Ebenfalls positiv wird am Montag Ebay erwähnt. Die Deutsche Banc Alex Brown geht davon aus, dass der Onlineauktionator die Prognosen im vierten Quartal locker einhalten wird. Die Wachstumsraten sollten in den kommenden Jahren intakt sein. Schwäche der Kurse sollten Investoren zum Kauf nutzen, so die Analysten.

Optimistisch gibt sich der zweitgrößte Direktvertreiber von PCs Gateway . Firmenchef Ted Waitt geht davon aus, dass der angeschlagene PC-Hersteller wieder in die Gewinnzone vorrücken wird. Das teilte Waitt dem Wirtschaftsmagazin Barron´s am Wochenende mit.

Ende der Woche werden die Arbeitsmarktdaten für Dezember veröffentlicht. Im Vorfeld erwarten Analysten einen leichten Anstieg von 5,7 auf 5,8 Prozent. Und nach wie vor kündigen viele Unternehmen Entlassungen an. Am Freitag nach Handelsschluss hat Oracle angedeutet, dass 800 Mitarbeiter entlassen werden sollen. Das entspricht zwei Prozent der gesamten Belegschaft. Oracle will die Kosten senken. Firmenchef Larry Ellison hatte Anfang des Monats angekündigt, dass die operativen Margen von 35 auf 50 Prozent gesteigert werden sollen.

Serviceangebote
Zur Startseite
-0%1%2%3%4%5%6%7%8%9%10%11%12%13%14%15%16%17%18%19%20%21%22%23%24%25%26%27%28%29%30%31%32%33%34%35%36%37%38%39%40%41%42%43%44%45%46%47%48%49%50%51%52%53%54%55%56%57%58%59%60%61%62%63%64%65%66%67%68%69%70%71%72%73%74%75%76%77%78%79%80%81%82%83%84%85%86%87%88%89%90%91%92%93%94%95%96%97%98%99%100%