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Wall Street: Lage auf dem Arbeitsmarkt verschärft sich

Mit der Veröffentlichung des Arbeitsmarktberichts gab es für die Futures nur noch eine Richtung: nach unten. Die Arbeitslosenquote ist höher gestiegen als erwartet. Anschließend blieben die Frühindikatoren zwar im Minus, aber nicht mehr ganz so deutlich. Der Future des Dow Jones-Index zeigt mit 33 und der der Nasdaq mit 8 Punkten in den roten Bereich.

Der Arbeitsmarkt ist angespannter als vermutet. Die Arbeitslosenquote ist im vergangenen Monat auf den höchsten Stand seit über sechs Jahren geklettert. Sie stieg von 5,4 auf 5,7 Prozent. Im Durchschnitt rechneten die Experten nur mit einem Zuwachs auf 5,6 Prozent.

Der Chipsektor ist am Freitag einer der wichtigsten. Immerhin gab es aus dieser Ecke am Donnerstag nach Börsenschluss gute Nachrichten. Intel überraschte mit seinem Blick ins Orderbuch. Denn dort sieht es sehr viel besser aus als gedacht. Die Umsatzerwartung wurde um einige hundert Millionen Dollar auf eine Spanne zwischen 6,7 Mrd. und 6,9 Mrd. Dollar angehoben. Insbesondere die Nachfrage nach dem Pentium 4-Prozessor sei hoch gewesen, sagte das Unternehmen. Bei diesem Chip habe es bereits einige Lieferengpässe gegeben, die sich am Anfang kommenden Jahres vermutlich noch verschärfen werden. Dresdner Kleinwort Wasserstein und Goldman Sachs empfehlen die Aktie zum Kauf, bei ABN Amro steht sie nur auf "Halten".

Das Weihnachtsgeschäft läuft bisher für die Computerhersteller relativ gut. Aus diesem Grund haben die Rechnerproduzenten bereits neue Bestellungen an die Chiphersteller geleitet. Der große Rivale von Intel, Advanced Micro Devices, präsentierte ebenfalls mit einem Strahlen sein Quartals-Update. Demnach werde der Umsatz im laufenden vierten gegenüber dem Vorquartal um "wenigstens zehn Prozent" steigen. Das ist deutlich mehr als Analysten bisher erwarteten. Credit Suisse First Boston hebt das Kursziel für AMD an. AMD und Intel haben zusammen einen Marktanteil von 99 Prozent im Bereich der Computer-Chips.

Sun Microsystems hat sich weniger in die Karten blicken lassen als erhofft. Der Serverhersteller sagte, dass die Bestellungen im laufenden Quartal den bisherigen Erwartungen entsprechen. Zudem rechnet Sun gegenüber dem Vorquartal mit einem Umsatzanstieg. Allerdings hat das Management keine Angaben darüber gemacht, ob damit die Umsatzerwartungen erfüllt werden. Auch über die Ertragslage hat sich das Unternehmen ausgeschwiegen. Analysten hatten damit gerechnet, dass der Serverhersteller einen klareren Ausblick geben würde. Das Brokerhaus Morgan Stanley bleibt bei der Einstufung "neutral". ABN Amro kann sich nur zu einem "Halten" entschließen.

Boeing versucht im Rüstungsbereich seine hervorgehobene Position nicht zu verlieren. Zu diesem Zweck soll der neue Militärjet F/A-18 Super Hornet deutlich billiger werden. Die Kosteneinsparungen sollen verdoppelt werden, um weiterhin für Auftraggeber attraktiv zu bleiben. Das Flugzeug wird zunächst vermutlich 50 Millionen Dollar kosten. Nun sollen die Kosten um 20 Prozent auf 40 Millionen Dollar gedrückt werden. Allein durch die Neugestaltung der "Nase" des Flugzeugs könnte eine halbe Million eingespart werden, sagte Boeing. Erst vor kurzem ging dem Konzern ein 200-Milliarden-Dollar-Großauftrag durch die Lappen, den der Konkurrent Lockheed Martin bekam. Lockheed gab zudem bekannt, dass es einen Mehrjahres-Vertrag im Wert von über einer Milliarde Dollar mit der US Force unterschrieben habe.

DaimlerChrysler macht zurzeit in den USA eher durch negative Nachrichten von sich reden. 120 000 neue Modelle des Wagens Jeep Liberty werden wieder in die Werkstatt gerufen. Die Haltevorrichtung für Airbags müssen überprüft und verbessert werden. Es könnte sein, dass die potenziellen Lebensretter bei einem Unfall zu langsam aufgeblasen werden.

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