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Wall Street: Märkte legen zu, lösen sich aber von Höchstständen

Zur Mittagsstunde haben sich die beiden großen US-Indizes von ihren Höchst- und Tiefstständen gelöst und handeln beide leichten Gewinnen. Der Dow Jones Index, der kurzzeitig ins Minus gerutscht war, notiert mit einem Plus von 21 Punkten., die technologieorientierte Nasdaq steht mit 14 Zählern im Plus.

Hatte sich der Dow Jones letzte Woche noch zweimal der 10.000-Punkte-Grenze genähert, sehen Analysten mittlerweile eher bei 9.800 Punkten eine Marke für den Standardindex. Zur Stunde notiert der Index leicht darunter. Sollte er unter 9.700 Punkte rutschen, halten Analysten einen weitern Rutsch auf 9.500 Punkte für möglich.
Neben den Nachrichten aus dem militärischen Umfeld - die Konflikte in Afghanistan und in Israel drücken auf die Stimmung - hört man auf Nachrichten aus Russland. Die russischen Ölförderer wollen sich nun früher als erwartet treffen, um über eine weitere Rückfuhr ihrer Fördermengen zu diskutieren. Auf dem Parkett wertet man das als gutes Zeichen, die Öl-Futures notieren am Dienstag höher und die Unternehmen der Öl- und Ölförderbranche lösen sich von ihren Tiefständen.
Der Dow Jones Index erfährt am Dienstag Unterstützung vor allem von drei Werten. Die Industrie-Multis General Electric und United Technologies machen Verluste vom Montag wett und legen jeweils 1,6 Prozent zu. Die Analysten der Lehman Brothers stufen Papiere von GE herauf, sie rechnen damit, dass die Aktie im nächsten Jahr eine bessere Performance zeigen wird als der S&P 500 Index.
Mehr als zwei Prozent gewinnt die Aktie von Home Depot zu. Die Analysten von Merrill Lynch äußern sich wohlwollend über die größte US-Baumarktkette, die weiter auf Expansionskurs ist und im nächsten Jahr 150 neue Filialen eröffnen will. Sie setzen das Kursziel auf 58 Dollar, zur Stunde handelt Home Depot mit 47,43 Dollar.
Mit leichten Gewinnen notieren auch die Finanztitel im Dow Jones. JP Morgan Chase und Citigroup, die beiden Gläubigerbanken des Energiekonzerns Enron, haben dem Unternehmen noch einmal eine Finanzspritze über 1,5 Milliarden Dollar gegeben. Damit soll der operative Betrieb aufrecht erhalten werden. Zahlreiche Anleger glauben nun wieder an eine Zukunft für Enron und kaufen auch diese Aktien. Enron klettert unterdessen um mehr als 120 Prozent, nachdem die Aktie bereits zu Wochenbeginn 57 Prozent an Wert gewonnen hatte. Papiere von Dynegy legen erstmals nach drei Tagen wieder zu, sie notieren mit zwölf Prozent im Plus.
Die Big Caps legen am Morgen leicht zu. Cisco klettert schlagartig ins Plus, nachdem sich CEO John Chambers positiv zur Auftragslage geäußert hat. Die Bestellungen lägen durchaus im Rahmen der Erwartungen, sagt Chambers. Cisco stützt mit dieser Nachricht den Netzwerk-Sektor, der zuletzt eher schwach gehandelt hatte. Am Mittag verzeichnet die Branche ein Plus von 2,6 Prozent.
Den Chip-Sektor stützt am Dienstag ein positiver Kommentar aus dem Hause UBS Warburg. Die Analysten glauben, dass die Bestellungen im Dezember, die Gewinne im Februar einen Boden erreichen werden. Die Trendwende machen sie im zweiten Quartal 2002 aus. Aktien der Chip-Zulieferer Novellus, Varian und Electro Scientific Industries geben die Experten ein Upgrade. Die Chiphersteller notieren mit 2,5 Prozent im Plus, die Zulieferer legen im Branchenmittel 4,5 Prozent zu.
Microsoft notiert nach wie vor mit leichten Verlusten. Der US-Bundesstaat West Virginia ist aus der Sammelklage gegen den Software-Riesen ausgestiegen und will nun einen neuen Kartellprozess gegen das Unternehmen aus Seattle anstrengen. Unterdessen bemüht sich der Software-Konzern sich nach Kräften, eine Übernahme des AT&T-Kabelnetzes durch AOL Time Warner zu verhindern. Den beiden AOL-Konkurrenten um den Kauf, Cox und Comcast, will Microsoft finanzielles Rückgrat sein.

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