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Wall Street: Märkte tendieren erneut schwächer

Zur Wochenmitte tendieren die US-Märkte erneut mit negativer Tendenz. Die Nasdaq handelt vorbörslich 20 Punkte unter dem Schlusskurs vom Vortag, die Futures auf den breit gefächerten stehen mit sieben Zählern im roten Terrain.

Eine kleine Rally im Tech-Sektor und in der Ölbranche hatte die Wall Street am Dienstagnachmittag gestützt und größere Verluste verhindert. Die Indizes waren dennoch mit Verlusten aus dem Handel gegangen. Der Dow Jones verlor 112 Punkte oder 1,1 Prozent und schloss bei 9870 Punkten. Schon zweimal ist das Standardbarometer nun knapp vor der 10.000-Grenze eingebrochen. Sollte dies so weiter gehen, droht die psychologisch interessante Grenze zur technischen Barriere zu werden. Die Nasdaq beendete den Dienstag schwach behauptet auf 1936 Punkten.

Am New Yorker Nachmittag wird die Federal Reserve das "Beige Book" veröffentlichen. Der Gesamtüberblick über die US-Ökonomie verspricht nicht wirklich neue Daten, dient Händlern aber zunehmend als Indikator für die nächsten Wochen. Zumal das "Beige Book" Sitzungsgrundlage der nächsten Notenbanksitzung am 11. Dezember ist, in der noch einmal über eine letzte Zinssenkung entschieden wird.

Komplett im Minus finden sich vor der Glocke die Big Caps. Intel verliert 1,4 Prozent nachdem eine Zeitung in Taiwan kritische Kommentare über die Auslieferung des neuen Pentium 4 Chips abgibt. Der steigenden Nachfrage käme der Chip-Gigant nicht nach. Microsoft steht eine halbe Stunde vor Marktöffnung mit 1,1 Prozent in den Miesen. Nach wie vor ist das Kartellrechtsverfahren nicht ausgestanden. Widerstand gegen eine gütliche Einigung des Softwarekonzerns mit der Regierung kommt von einzelnen Bundesstaaten und Konkurrenten. Vor allem Apple sieht in der Initiative Microsofts, Schulen in unterprivilegierten Regionen mit Computern und Software auszustatten einen weiteren Versuch, seine Vormachtstellung am Markt auszubauen.

Computerbauer Dell notiert in der Verlustzone, obwohl positive Analystenkommentare den Kurs stützen sollten. Die Analystin Gillian Munson von Morgan Stanley sieht in Dell einen "langfristigen Gewinner". Cisco verliert vor Marktöffnung ein Prozent, Sun Microsystems liegt 1,3 Prozent unter dem Schlusskurs vom Vortag.

Papiere von Amazon und Yahoo verlieren am Mittwochmorgen erneut. Bereits am Dienstag hatte es bei beiden Papieren Gewinnmitnahmen gegeben, nachdem die Aktien am Montag dank sensationeller Verkaufsergebnisse über Thanksgiving kräftig zugelegt hatten.

Zu den wenigen Gewinnern am frühen Mittwochmorgen gehören einige Biotech-Werte, die das Geschehen an der Wall Street dominieren. Die US-Gesundheitsbehörde FDA hat einem Medikament von Nexell Therapeutics den Orphan-Status zuerkannt, unter dem die letzte Testreihe an Patienten in Krankenhäusern möglich ist. Die Aktie legt 22 Prozent zu. Cytogen hat sich einer Forschungsgruppe angeschlossen, die bereits gewonnene Erkenntnisse teilen und gemeinsam an neuen Medikamenten forschen will. Das Papier gewinnt 24 Prozent.

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