Wall Street nachbörslich
Angst vor Krieg, Konkurs und Konjunkturdelle

An der Wall Street läuteten zum Wochenauftakt mal wieder die Alarmglocken. Der Nasdaq Composite rutschte auf den tiefsten Stand seit fünf Jahren. Der Dow Jones Index verlor 269 Punkte. Das Säbelrasseln der USA gegenüber dem Irak drückte auf die Stimmung. Konjunkturdaten lagen mal wieder unter den Prognosen.

wsc NEW YORK. Die angeschlagenen Finanzmärkte in Brasilien, Argentinien und Urugay warfen die Frage auf, inwieweit US-Banken mit weiteren Ausfällen rechnen müssen. Bei Walt Disney laufen derzeit die Spekulationen heiss, ob die Ratingagenturen Moody´s und Standard & Poor´s die Bewertung für den Medienkonzern senken. Mit einem Satz: so viele schlechte Nachrichten konnten die US-Märkte nicht verdauen.

Auch für den nächsten Handelstag bleiben viele Fragen offen. Die politische Lage dürfte weiterhin für Verunsicherung sorgen. Und wenn die Märkte eines nicht mögen, dann ist das Ungewissheit. Gesprächsstoff liefern derzeit auch Telefongesellschaften. A&TT war am Montag mit einem Minus von neun Prozent größter Verlierer im Dow Jones Index. Fragen hinsichtlich der Verschuldung der Telekomfirmen beunruhigten die potenziellen Investoren. Die Frage dürfte Anleger auch in den nächsten Tagen weiterhin beschäftigen.

Nach Handelsschluss meldete am Montag die Versicherung MetLife Quartalszahlen. Der Gewinn im zweiten Quartal konnte um 21 Prozent gegenüber dem Vorjahr gesteigert werden. Damit wurden auch die Gewinnerwartungen geschlagen. Doch Börsianer sind in erster Linie an der Zukunft interessiert, und dort gibt es einige Wachstumsbedenken. Auf das Geschäftsjahr bezogen senkt das Management die Prognosen. Die Kursverluste an den Aktienmärkten ziehen nicht spurlos an der größten Lebensversicherung der USA vorbei, so die Begründung.

Erneut mit großen Umsätzen kann das Papier von Cisco Systems rechnen. Der Netzwerkkonzern wird nach Handelsschluss die Quartalszahlen vorlegen. Bereits seit Tagen wird über die Ergebnisse spekuliert. Auch die Frage, ob der Finanzchef abtreten wird, lässt die Kaffeesatzleser nicht los. Heute Abend werden wir erfahren, ob sich die Befürchtungen bewahrheiten. Die Aktie verlor am Montag rund 4 %.

© Wall Street Correspondents

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