Wall Street: Nachbörslich notiert
Hewlett-Packard belastet die Higtechs

Da hatte man wohl etwas zu schnell Vorschusslorbeeren verteilt. Analysten hatten weitgehend damit gerechnet, dass Hewlett-Packard starke Zahlen vorlegen würde, doch das war nur teilweise der Fall. Die Aktie brach nachbörslich ein und dürfte am Mittwoch unter Druck geraten.

Zwar ist Hewlett-Packard-Chefin Carly Fiorina erneut auf die Kostenbremse getreten - und zwar mit Erfolg. Doch ist der satte Gewinn, den das Unternehmen dank geringerer Verluste in der Compaq-Sparte und des anhaltenden Erfolgs im Printerbereich einfahren konnte, nur ein Aspekt, auf den die Wall Street achtet. Der andere ist die Umsatzentwicklung, und die ist rückläufig. Vor allem das US-Geschäft sei schlecht gelaufen, räumt das Management ein. In Europa und im asiatischen Raum habe man hingegen ein Wachstum um 3 % einfahren können.

Hewlett-Packard verlor im nachbörslichen Dienstagshandel fast 5 %, und mit dem Papier geriet eine Reihe von Konkurrenten auf den absteigenden Ast, darunter IBM und Dell. Auch Sun Microsystems verlor einige Zehntelprozent, während der Serverhersteller Analysten zu einem Treffen empfing. Den Dow drückten nachbörslich die Aktien von Microsoft und Intel, die ebenfalls im HP-Taumel standen.

Der Mittwochshandel wird nun vom Hightechbereich sehr stark geprägt sein. Ansonsten bleiben die Probleme des Marktes die selben. Die Krisenherde in Irak und Nordkorea werden mit Argusaugen bewacht. So wie eine Nachrichtenflaute und augenscheinliche Ruhe am Dienstag eine Rallye ermöglichten, können neue Waffenfunde oder unbedachte Äußerungen mancher Politiker im weiteren Verlauf der Woche wieder für Einbrüche auf dem Parkett sorgen.

Allerdings dürfte sich am Mittwoch nicht allzu viel tun. Erst am Donnerstag tritt in New York erneut der UN-Sicherheitsrat zusammen, um sich mit der von den USA und Großbritannien eingereichten zweiten Irak-Resolution und mit dem nicht-militärischen Abrüstungskonzept von Deutschland, Frankreich und Russland auseinander zu setzen. Ein erneuter Termin mit Chef-Waffeninspekteur Hans Blix ist erst für nächste Woche anberaumt.

Aus Marktsicht geschieht zur Wochenmitte auch sonst nicht viel. Quartalszahlen gibt es vom Nobeljuwelier Tiffany?s, von Nextel und vom Internet-Dienstleister Ticketmaster. Konjunkturdaten stehen keine an.

© Wall Street Correspondents, Inc.

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