Wall Street: Nachbörslich notiert
Intel und Arbeitsmarkt dominieren zum Wochenschluss

Oder sind es die durchwachsenen Einzelhandelsdaten, die Angst vor einem doch nicht so starken Arbeitsmarktbericht am Freitag? Ist es gesunde Vorsicht nach einer achtwöchigen Rallye in den US-Indizes?

NEW YORK. Wie auch immer, auch am Donnerstag hielten sich Käufer zurück, bei schwachem Volumen fielen die US-Börsen erneut. Das schwache Volumen belegte auf jeden Fall, dass es nicht Verkaufsdruck war, der die Aktien und Indizes schwächte, sondern vielmehr mangelndes Interesse auf Käuferseite, ein Käuferstreik fast, wie mancher Beobachter formulierte.

Nachbörslich tat sich dann auch nicht mehr viel - außer bei einigen Chipwerten. Allen voran legte Branchenriese Intel zu, nachdem das Unternehmen in einer viel beachteten Konferenz die Umsatzerwartungen für das laufende vierte Quartal angehoben hatte, unter anderem dank der starken Geschäfte im asiatischen Raum. Dank hoher Gewinnmargen sei auch mit einem stattlichen Ergebnis zu rechnen, so das Management von Intel, das für die laufenden drei Monate einen Chip-Absatz zwischen 6,8 und 7 Mrd. $ erwartet und Margen zwischen 50 und 51 % sieht. Beide zahlen liegen über den bisherigen Prognosen der Wall Street.

Weitere Zahlen aus dem Chip-Bereich gibt es am Freitagmorgen von National Semiconductors. Der Chiphersteller wird die Bücher öffnen und über das vergangene Quartal sprechen. Von Unternehmensseite liegt sonst wenig an.

An der konjunkturellen Front tut sich indes noch einiges. Neben den Angaben zu den Konsumentenkrediten steht der große Arbeitsmarktbericht mit der Novemberquote an. Seit zwei Wochen ist die Zahl der Erstanträge auf Arbeitslosenunterstützung deutlich gesunken, am Donnerstag notierte sie mit 355 000 auf dem niedrigsten Stand seit 20 Monaten. Experten wollen allerdings noch nicht zuviel Optimismus zeigen, immerhin werden an der Wall Street wie in Corporate America weiter Leute entlassen. Auch die schwere Krise bei United Airlines, die allein im Dow mit General Electric, Boeing und JP Morgan drei Unternehmen betrifft, geht an den Anlegern nicht unbemerkt vorüber. Man rechnet im Vorfeld mit einer Arbeitslosenquote von 5,8 %, was trotz der jüngsten positiven Daten einem leichten Anstieg gegenüber dem Vormonat entsprechen würde.

Wall Street Correspondents, Inc.

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