Wall Street: nachbörslich notiert
Kaffee fließt, Mechaniker grübeln, Retailer rechnen

An der Wall Street wurde kurz nach Handelsschluss gesungen. Das lag nicht daran, dass der Tagesverlauf die Trader Jubelgesänge anstimmen ließ. Vielmehr besteht Grund zur Freude, weil das Weihnachtsgeschäft im Einzelhandel erfolgreich gestartet ist.

NEW YORK. Die Lichter am Weihnachtsbaum vor der New York Stock Exchange wurden entzündet. Die Christbaumkugeln sind übrigens mit dem NYSE Logo versehen. Vielleicht wäre das ja auch ein schönes Weihnachtsgeschenk. Das Weihnachtsgeschäft im amerikanischen Einzelhandel ist zumindest erfolgreich gestartet. In den drei Tagen nach Thanksgiving haben die US-Shopper 15,9 Mrd. Dollar in den Läden gelassen - 12 Prozent mehr als im Vorjahreszeitraum. Doch die Skeptiker sind noch nicht verstummt. Sie befürchten immer noch, dass das Weihnachtsgeschäft enttäuschen könnte. Die Situation auf dem Arbeitsmarkt könnte sich als die wesentliche Entscheidungsgrundlage entpuppen, wie tief die Konsumenten in die Tasche greifen. Umso gespannter dürften Investoren am Freitag die Arbeitsmarktdaten unter die Lupe nehmen.

Am Dienstag warten die Anleger zunächst auf Infos von Cisco System. Bei dem Netzwerkkonzern begann am Montag ein Analystentreffen. Hewlett-Packard will am Dienstag ein Update geben.

Bei United Airlines ist ebenfalls das Spekulationskarussell in Gang gekommen. Kann das drohende Bankrottverfahren abgewendet werden? Am Montag standen die Ampeln auf Grün. Die Aktie legte 33 Prozent zu, nachdem sich zumindest die Flugbegleiter auf Gehaltskürzungen einließen. Die Mechaniker hatten in der vergangenen Woche abgewunken. Nun soll am Donnerstag erneut abgestimmt werden.

Das Softwareunternehmen Citrix Systems setzte schon mal am Dienstag im nachbörslichen Handel zum Höhenflug an. Das Management rechnet für das vierte Quartal mit einem Gewinn in Höhe von zwölf bis 17 Cents pro Aktie. Analysten gingen bisher von zwölf Cents aus. Mit 120 bis 130 Millionen Dollar sollten die Umsatzschätzungen, die durchschnittlich 118 Millionen Dollar betragen, ebenfalls getoppt werden. Die Aktie kletterte nach Börsenschluss 8 Prozent.

Mit dem Beginn des neuen Monats werden in den nächsten Tage reihenweise November Bilanzen erwartet. Am Montagabend veröffentlichte Starbucks die Umsatzzahlen des vergangenen Monats. Die Kaffeekette verkaufte in den Filialen, die mindestens seit einem Jahr geöffnet sind, 10 Prozent mehr als im Jahr zuvor. 301 Mill. Dollar setzte Starbucks in den vergangenen vier Wochen um. Das Unternehmen hatte ursprünglich nur mit einem Anstieg von drei bis 7 Prozent gerechnet.

Good News kommen nachbörslich auch von Texas Instruments. Der größte Hersteller von Chips für Mobilfunkgeräte kletterte im Anschluss an den regulären Handel um 4 Prozent. Das Unternehmen rechnet zwar nach wie vor mit einem Umsatzrückgang im vierten Quartal. Doch mit 7 Prozent dürfte der Abschlag geringer ausfallen als bisher erwartet.

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