Wall Street: Nachbörslich notiert
Offener Wochenschluss nach Achterbahnfahrt

Zwei Wochen in Folge haben die US-Börsen trotz schlechtester Aussichten mit leichten Gewinnen geschlossen - am Freitag dürfte ihnen das nicht gelingen. Dem Dow fehlen mehr als 130 Punkte, dem breiten Markt rund 1,5 % an den Schlussständen der Vorwoche - es gibt nicht viel, was eine entsprechende Rallye begründen dürfte.

NEW YORK. Doch was heißt das schon in diesem wackligen Zeiten. Zwei Wochen in Folge sah es für die Märkte am Donnerstagabend schlecht aus, die Kurse lagen jeweils auf Wochensicht deutlich zurück. In dramatischen Freitagsrallyes schaffte es der Markt dann aber immer nach oben, zum größten Teil dank der Eindeckung zahlreicher Shorts, deren Besitzer über das Wochenende keine Positionen halten wollten.

Eine solche Angstrallye, die in ihrer Struktur die Unsicherheit eher wiedergibt als sie übertönt, ist natürlich auch nun wieder möglich, zumal auch in dieser Woche das Säbelrasseln der Amerikaner eher zugenommen und ein pensionierter Geheimdienstler erneut medienprominent darauf hingewiesen hat, dass die USA einen Angriff "wahrscheinlich schon an diesem Wochenende" starten würden.

Diese Spekulationen sind es, die den Markt seit geraumer Zeit klein halten, diese Spekulationen sind es, die auf dem Parkett alle satt haben. Was der Markt am Freitag draus macht ist völlig offen.

Angesichts der geopolitischen Lage dürfte auch die Bekanntgabe des Verbrauchervertrauens aus Michigan den Markt nur am Rande beeinflussen - zumal am Dienstag der nationale Index auf einem Zehn-Jahres-Tief bekannt gegeben wurde. Auch Zahlen aus dem Chicago Einkaufsmanagerindex dürften nur am Rande wahrgenommen werden, von Unternehmensseite steht keine nennenswerte Konferenz an.

Die Woche wird ebenso unvorhersehbar zu Ende gehen wie jede Woche seit Eskalation der Krise im Nahen Osten. Allerdings ist angesichts des aktuellen Rückstands der Märkte nach der bisherigen Berg- und Talfahrt durch die Woche mehr als wahrscheinlich, dass die großen Indizes mit einer negativen Bilanz abschließen werden.

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