Wall Street: Nachbörslich notiert
Reißt Home Depot das Ruder herum?

Der Handelsverlauf zum Wochenauftakt war von Stimmung geprägt. Am Morgen hatte man optimistisch begonnen, zumal mit der Baumarktkette Lowe?s gleich eines der maßgeblichen Unternehmen dieser Woche starke Zahlen und ein Gewinnplus von 35 % ausgewiesen hatte. Dann kippte die Stimmung und ob sie zum Dienstag dreht ist mehr unsicher.

Am Dienstag wird mit Home Depot der größte Lowe?s-Konkurrent Zahlen zum abgelaufenen Quartal vorlegen, und die Analysten rechnen mit einem Gewinnwachstum um 21 % - das wäre nicht ganz so viel wie bei Lowe?s, aber umso realistischer als die kleinere Kette bereits seit einigen Monaten stärkeres Wachstum aufzeigt als der Branchengoliath.

Die Frage, wie stark Home Depot in den abgelaufenen drei Monaten zugelegt hat, dürfte indes nur die Aktionäre des Baumarktes interessieren, den breiten Markt allerdings kaum. Denn aus dem Montagshandel hat man vor allem eines gelernt: Starke Umsätze bei den Baumärkten, die auf der Welle eines anhaltenden Bau-Booms surfen, haben mit dem übrigen Einzelhandel nichts zu tun. Gar nichts.

Im Gegenteil: Wer sich vor dem Hintergrund niedriger Kreditzinsen ein Haus kauft, renoviert oder einrichtet, der schiebt volle Wagen aus den Heimwerkerläden, spart aber sonst an allen Ecken und Enden. Und so erklären sich die schwachen Aussichten von Wal-Mart und Federated Department Stores am Montag. Am Dienstag wird es Zahlen (und wohl einen Ausblick) vom Großhändler B&J Wholesale, von den Kleiderketten Saks und Nordstrom und vom Online-Anbieter Shopnet.com.

Die Ergebnisse der Einzelhändler, ihre Aussichten für das laufende Quartal - für das die Mehrheit der Branchenexperten mit einem schwachen Weihnachtsgeschäft und folglich historisch niedrigen Gewinnen rechnet - und ein Blick auf die Entwicklung der Konsumentenpreise werden vielen Tradern am Dienstag die Richtung weisen.

Hightech-Aktionäre warten unterdessen auf die Aktionärsversammlung beim Netzwerker Cisco, aus der man sich einen Ausblick auf die Geschäfte eines Unternehmens erhofft, dass zu Boomzeiten als heißeste Aktie überhaupt galt, und das nun seit Jahren stagniert. Der Netzwerksektor ist einer derer, die in den vergangenen zwei Jahren die größten Verluste einstecken mussten. Vor den Anlegern dürfte sich John Chambers zur Zukunft des Unternehmens äußern.

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