Wall Street: Nachbörslich notiert
Tote Hose nach der Glocke

Nachdem das Handelsvolumen am Columbus Day ohnehin schwach war, blieb es auch im nachbörslichen Handel ruhig. An der Wall Street bewegte sich am späten Montagabend kaum etwas, selbst technische Korrekturen nach einer dreitägigen Kletterpartie für die großen Indizes gab es kaum.

wsc NEW YORK. Überraschend ist das nicht. Nach drei Tagen war mit weiteren Gewinnen außerhalb der Börsenstunden ohnehin nicht zu rechnen, für einen verfrühten Rückzug aus den Papieren gab es indes auch keinen Anlass - zumal die Aktien der Unternehmen, die im Laufe der nächsten Tage Quartalszahlen melden werden, ohnehin meist schwach schlossen. Dass einige der stärkeren Aktien nach Handelsschluss noch ein paar Zehntel zulegten, kommentiert Stephen Massocca von Pacific Growth Equities: "Die Aktien haben ihr Momentum gehalten. Das heißt aber nicht, dass wie eine Bodenbildung gesehen haben und es nun weiter aufwärts gehen wird."

Davon geht auch Michael Metz nicht aus. Der Portfolio-Manager von CIBC World Markets sagte nach der Glocke schlicht: "Das war das Ende einer sehr schönen Rallye, und es hat Mut gemacht."

Das Ende einer Rallye? Natürlich ist in einem derzeit immer noch sehr volatilen, überverkauften und mit Überraschungen gespickten Markt nichts sicher - doch spricht vieles dafür, dass es ab Dienstag abwärts geht an der Wall Street. Zahlreiche Analysten rechnen mit schwachen Zahlen bei einigen Unternehmen verschiedener Branchen. Bereits vor Handelsstart äußern sich Bank of America, Delta Airlines und Johnson & Johnson zu ihren Ergebnissen, am Abend legen Intel, Novellus, Applied Micro Circuits und zahlreiche andere Tech-Firmen nach.

Einen Lichtblick für Anleger dürfte es am Abend ebenfalls geben: Harley-Davidson wird Quartalsergebnisse vorlegen, und der Motorradhersteller verspricht seinen Fans nicht nur die große Freiheit auf dem Highway, sondern den Anlegern auch regelmäßig satte Gewinne - Arbeitsmarkt hin, Konjunktur her. Der Markt wird sich von dem einen Unternehmen wohl nicht beeindrucken lassen.

© Wall Street Correspondents, Inc.

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