Wall Street: Nachbörslich notiert
US-Börsen geben nachbörslich leicht nach

660 Punkte in drei Tagen - die Bilanz kann sich sehen lassen. Doch ist der Dow ähnliche Kurssprünge seit einigen Wochen gewohnt. 800 Punkte runter, 500 Punkte hoch, 700 Punkte runter,... so liest sich das Wall Street Protokoll der vergangenen drei Wochen, in denen die US-Börsen Volatilität auf historischem Niveau gesehen haben.

wsc NEW YORK. Nichts deutet darauf hin, dass es mit dieser Volatilität schon vorbei wäre. Im Gegenteil: Der Donnerstag war bereits der dritte Handelstag, an dem die Börsen dick zulegten - und am Abend traten die ersten Anleger den Rückzug an. Vor allem die Branchen, die tagsüber am meisten zugelegt hatten, mussten einen Teil ihrer Gewinne wieder abgeben, darunter die Finanztitel um JP Morgan und Citigroup.

Weitgehend unverändert handelten nach Börsenschluss die Titel, die in den letzten Tagen im Zusammenhang mit der Verbuchung ihrer Aktienoptionen in den Schlagzeilen waren. Eine klare Linie zeichnet sich also nicht ab, denn sowohl die Unternehmen, die Optionen künftig aus Kosten bilanzieren wollen (darunter Coca-Cola, United Technologies, Procter & Gamble und General Electric) hielten an ihren Gewinnen fest - als auch die High-Tech-Aktien von Intel und Microsoft. Die beiden Computerriesen sehen in der ansonsten weitgehend umarmten Bilanzierung eine Verwässerung der Gewinne und wollen weiter so Buch führen wie bisher.

Zu den Aktien, deren Handel sich für Freitag einigermaßen sicher voraussagen lässt, gehören die Papiere von Pixar, die schon nach der Glocke zulegten und ihre Gewinne zum Wochenschluss weiter ausbauen dürften. Die Trickfilmer haben Ergebnisse deutlich über den Erwartungen vorgelegt - angetrieben vor allem von dem unerwartet großen Erfolg von "Monsters, Inc.". Für das gezeichnete Epos, das in Kooperation mit Disney entstanden ist, hat das Unternehmen indes noch lange nicht fertig kassiert: In der kommenden Woche kommt "Monsters, Inc." auf Video und DVD in die Läden, damit dürften weitere Millionen in die Kassen von Pixar fließen.

Marktbestimmend dürften sich unterdessen einige Konjunkturdaten auswirken, die am Freitagmorgen vorgelegt werden. Nach einem satten Plus in der Produktivität im 1. Quartal rechnen Analysten mit einem Wachstum im zweiten Quartal um 2,4 %. Wie der Index letztlich ausfällt, wird mit Spannung erwartet, zumal man weiter über den Ausgang der in der nächsten Woche anstehenden Fed-Sitzung spekuliert, von der sich mehr und mehr Beobachter eine weitere Zinssenkung versprechen.

© Wall Street Correspondents, Inc.

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