Wall Street: Nachbörslich notiert
Vor HPs Zahlen: Anleger zuversichtlich

Start im Grünen, dann runter in die Miesen und am späten Nachmittag wieder rauf zu einem leichten Plus - die Wall Street dümpelt in diesen Sommerwochen etwas unentschlossen vor sich hin.

Doch ist nicht nur die Richtung unklar, auch ist das Volumen schwach - nicht einmal eine Milliarde Aktien wurden zum Wochenauftakt gehandelt, das ist weniger als die Hälfte des üblichen Volumens.

Da erübrigt sich ein Blick auf die nachbörslichen Bewegungen - fast. Wenig tut sich, und das ist nicht überraschend, doch eine Aktie erfuhr einen kräftigen Push: Hewlett-Packard. Völlig unentschlossen waren die Aktionäre tagsüber, denn am Dienstag wird der Drucker- und Computerhersteller Quartalszahlen melden.

Die Kommentare, die Analysten am Morgen versandten, waren zunächst alles andere als ermutigend: Bei der Banc of America geht man davon aus, dass das Unternehmen hinter den Gewinnprognosen zurückbleiben und auch einen schwachen Ausblick geben wird. Begründet wird das mit zwei Aspekten: Zum einen nach wie vor schwache Computer-Nachfrage seitens der Verbraucher und der Firmenkunden, deren IT-Ausgaben immer noch hinter allen Erwartungen zurückblieben. Zum anderen arbeitet man immer noch an der Integration von Compaq. Die Bedenken der Experten leuchten ein - und doch ließen die Anleger HP tagsüber um 1 % und nachbörslich um einen weiteren Punkt steigen.

Andere Aktien bewegten sich nach Handelsschluss nicht maßgeblich, lediglich einige technische Korrekturen ließen sich im späten Handel feststellen. Bei manch großem Gewinner zogen sich Anleger ein wenig zurück - Gewinnmitnahmen. Bei manchem Verlierer griff der ein oder andere zu - Schnäppchenjäger. Dieses Handelsmuster ist typisch in einer Zeit der Nachrichtenflaute. Und diese wird noch ein paar Tage ausdauern. Das nächste Wochenende ist dank dem Feiertag Labor Day ein verlängertes, und viele Amerikaner haben sich noch einmal frei genommen.

© Wall Street Correspondents, Inc.

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