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Wall Street: Positive Unternehmensmeldungen stützen die US-Börsen

Der Handel an der Wall Street steht zur Mittagsstunde weiter unter einem guten Stern. In einer kleinen vorweihnachtlichen Rally nähern sich die beiden großen Indizes wieder ihren "magischen Grenzen" an. Der Dow Jones notiert mit einem Plus von 85 Punkten nur noch 23 Zähler unter der 10.000-Punkte-Linie, die Nasdaq hat die 2000 Punkte am Morgen bereits genommen und steht zur Stunde bei 1997 Punkten.

Die Wirtschaftsdaten sind eine wichtige Stütze für die Börse: Die Amerikaner haben offenbar die niedrigen Zinsen genutzt, um sich den Traum vom eigenen Heim zu verwirklichen. Die Hausbaubeginne sind im November um 8,2 Prozent gestiegen. Mildes Herbstwetter hat die Branche zusätzlich unterstützt.

Gute Nachrichten von General Electric und Pfizer stützen den Markt, und auch die Elektronikhändler Circuit City und Best Buy melden starke Umsätze und gute Aussichten für die kommenden Quartale. Allein - "an der 10.000-Punkte-Grente kommen wir nichtr vorbei", klagt ein Händler auf dem Parkett.

Bei seinem ersten großen Auftritt vor den Aktionären sagte General Electric -Vorstand Jeffrey Immelt, er rechne für 2002 und 2003 mit jeweils zweistelligem Umsatzwachstum. Für das ablaufende Jahr hält der Nachfolger von GE-Legende Jack Welsch an den Erwartungen fest und spricht von einem Anteilsgewinn von $1.41 und einem Wachstum um elf Prozent. Die Aktie von GE legt zur Mittagsstunde 3,5 Prozent zu.

Der Pharmariese Pfizer hat vor Analysten auf seine beeindruckende Pipeline hingewiesen. In den nächsten fünf Jahren will das Unternehmen aus New York 15 neue Medikamente auf den Markt bringen. Für 2003 und 2004 rechnet das Management mit "mindestens 15 Prozent Umsatzwachstum". Analysten hatten Pfizer schon vor der Konkurrenz als das "best positionierte Unternehmen der Pharmabranche bezeichnet", unter anderem weil dem Konzern in den nächsten vier Jahren keine Umsatzeinbußen durch auslaufende Patente drohen. Pfizer führt mit einem Plus von 1,8 Prozent den Sektor an.

Der Elektronikhändler Best Buy hat die Anteilsgewinne im vergangenen Quartal um vierzig Prozent auf 37 Cents gesteigert und damit die Erwartungen der Wall Street um einen Penny übertroffen. Wettbewerber Circuit City hat weist für die vergangenen drei Monate einen Gewinn von zehn Cents pro Aktie aus, im Vergleichsquartal des letzten Jahres hatte das Unternehmen 32 Cents pro Aktie verloren. Papiere von Best Buy gewinnen 2,3 Prozent, Circuit City konnte zunächst über sechs Prozent zulegen, handelt nun aber nur leicht über dem Schlusskurs von Montagabend.

Auf den Dow Jones drückt die Aktie von Hewlett Packard . Die Analysten von Sanford Bernstein setzen sich kritisch mit dem Titel auseinander: Unabhängig von der Fusion mit Compaq Computer sei fraglich, ob das Unternehmen auf lange Sicht mit Dell Computer oder IBM konkurrieren kann. Will HP alleine erfolgreich sein, müssten Kosten gesenkt und weniger profitable Bereiche abgestoßen werden. Hewlett-Packard gibt am Mittag 2,5 Prozent ab.

Gegenwind kommt auch von Boeing . Die Rating-Agentur Moody?s hat die Bewertung für alle ausstehenden Verbindlichkeiten um jeweils einen Bewertungsgrad abgestuft. Zwar werde die Bemühung des Luftfahrt- und Verteidigungskonzerns, Kosten zu sparen, honoriert, doch sei nicht von der Hand zu weisen, dass die schwierige Konjunktur dem Unternehmen und der ganzen Branche Hürden in den Weg gestellt hat. Die Anleger sind von der Neubewertung nicht begeistert, schicken die Aktie aber auch nicht in den Keller - Boeing notiert mit einem Prozent im Minus.

Die Aktien der Online-Flugbörse Priceline.com legen zehn Prozent zu. Das Unternehmen wird künftig mit dem weltgrößten Internet-Provider AOL zusammenarbeiten. Priceline.com wirbt mit dem Slogan "Nennen Sie ihren eigenen Preis" und agiert als Vermittler etwa zwischen Fluggesellschaften, Hotelketten und Endkunden. Ein Priceline-Sprecher sagte über den Deal: "Das ist unser erster großer Abschluss mit einem Online-Anbieter, und er wird uns neben TV- und Radiospots helfen, neue Kunden anzusprechen."

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