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Wall Street: Positive Unternehmensmeldungen stützen die US-Börsen

Sie haben es wieder geschafft: Der Dow Jones Index und der Nasdaq Composite schafften es am Dienstag wieder über ihre "magischen Marken" - doch die haben viel von ihrem Zauber verloren. So schloss zwar die Nasdaq mit einem Plus von 17 Punkten auf 2005 Zählern, der Standardindex stolperte aber in den letzten Sekunden und ging mit 9998 Punkten aus dem Handel.

In der Tat sind die Grenzen von 10.000 Punkten für den Dow und 2000 Punkten für die Nasdaq zwar weiter Widerstandlinien für die Indizes, bieten aber wenig Unterstützung, wenn sie einmal überschritten sind. Euphorie ging am Dienstag dennoch von Zahlen aus, wenn auch von Konjunktur- und Unternehmensdaten.

Die Wirtschaftsdaten waren eine wichtige Stütze für die Börse: Die Amerikaner haben offenbar die niedrigen Zinsen genutzt, um sich den Traum vom eigenen Heim zu verwirklichen. Die Hausbaubeginne sind im November um 8,2 Prozent gestiegen. Mildes Herbstwetter hat die Branche zusätzlich unterstützt. Aktien von Baufirmen wie Lennar, Centex und Pulte gehörten mit Tagesgewinnen von bis zu sechs Prozent zu den größten Gewinnern an der Wall Street.

Des weiteren profitierte der Markt von der Stärke der großen Industrietitel und einer Rally unter den zyklischen Werten. Papiere von Du Pont legten 2,6 Prozent zu, nachdem die Analysten der Deutsche Banc Alex Brown die Aktie auf "aggressiv kaufen" gestuft hatten. Die Industriemultis 3M, Caterpillar, Honeywell und United Technologies gehören ebenfalls zu den Gewinnern im Dow, Spitzenreiter mit einem Plus von 3,7 Prozent ist die Aktie von General .

Bei seinem ersten großen Auftritt vor den Aktionären hatte GE-Vorstand Jeffrey Immelt gesagt, er rechne für 2002 und 2003 mit jeweils zweistelligem Umsatzwachstum. Für das ablaufende Jahr hält der Nachfolger von Jack Welsch an den Erwartungen fest und spricht von einem Anteilsgewinn von $1.41 und einem Wachstum um elf Prozent.

Der Pharmariese Pfizer hat vor Analysten auf seine beeindruckende Pipeline hingewiesen. In den nächsten fünf Jahren will das Unternehmen aus New York 15 neue Medikamente auf den Markt bringen. Für 2003 und 2004 rechnet das Management mit "mindestens 15 Prozent Umsatzwachstum". Analysten hatten Pfizer schon vor der Konkurrenz als das "best positionierte Unternehmen der Pharmabranche bezeichnet", unter anderem weil dem Konzern in den nächsten vier Jahren keine Umsatzeinbußen durch auslaufende Patente drohen. Pfizer gewann fast ein Prozent.

Gute Nachrichten kamen auch aus dem Einzelhandel: Der Elektronikhändler Best Buy hat die Anteilsgewinne im vergangenen Quartal um vierzig Prozent auf 37 Cents gesteigert und damit die Erwartungen der Wall Street um einen Penny übertroffen. Wettbewerber Circuit City hat weist für die vergangenen drei Monate einen Gewinn von zehn Cents pro Aktie aus, im Vergleichsquartal des letzten Jahres hatte das Unternehmen 32 Cents pro Aktie verloren. Papiere von Best Buy legten fünf Prozent zu, Circuit City gewann ein halbes Prozent. Erfolgreicher als im Vorquartal liefen die Geschäfte auch für den Büroartikelhändler OfficeMax, dessen Papiere mit einem Plus von 17 Prozent schlossen.

Auf den Dow Jones drückt die Aktie von Hewlett Packard . Die Analysten von Sanford Bernstein setzen sich kritisch mit dem Titel auseinander: Unabhängig von der Fusion mit Compaq Computer sei fraglich, ob das Unternehmen auf lange Sicht mit Dell Computer oder IBM konkurrieren kann. Will HP alleine erfolgreich sein, müssten Kosten gesenkt und weniger profitable Bereiche abgestoßen werden.

Schwieriger lief es am Dienstag für die Tech-Werte. Cisco legte nach einem Großauftrag aus Korea 2,5 Prozent zu. Dem Computerbauer Sun Microsystems half ein Upgrade der Deutsche Banc Alex Brown nicht, die Aktie verlor 0,3 Prozent. Im Softwaresektor hingegen gibt es einen großen Gewinner: Siebel Systems legt fast 14 Prozent zu, nachdem die Aktie mehrere Upgrades bekommen hat.

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