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Wall Street präsentiert sich uneinheitlich

Es sind die Ölaktien, die zur Mittagsstunde in New York gefragt sind. Unternehmen wie Exxon und Texaco können sich freuen. Zwar beschloss die OPEC am Sonntag die Ölförderquote zu erhöhen, doch sei die Fördermenge von 800.000 Barrel pro Tag zu gering, um den Preise des schwarzen Golds zu senken.

Die Indizes an der New Yorker Börse präsentieren sich zur Mittagsstunde uneinheitlich. Der Dow Jones Index gewinnt rund 0,3 Prozent auf 11249 Punkte. Nicht nur die Kursgewinne des Ölsektors, sondern auch die erfreuliche Entwicklung der Einzelhandelswerte und der Finanztitel sorgen für Punktgewinne. J.P. Morgan steht zum Wochenauftakt ganz oben auf dem Siegertreppchen der Dow Jones-Werte. Die Übernahme-Spekulationen beim US-Investmenthaus spitzen sich zu, nachdem Finanzchef Peter Hancock am Freitag seinen Hut genommen hat. Schon vergangene Woche kursierte die Nachricht, die Deutsche Bank wolle das Unternehmen kaufen. Ob überhaupt und wer letztendlich der Käufer ist, steht noch in den Sternen. Die Gerüchte hatten die Aktien von J.P. Morgan bereits auf neue Höchststände katapultiert. Erfreuliche Nachrichten beflügeln auch bei Konkurrent Goldman Sachs den Kurs. Die Investmentbank steht kurz vor der Einigung mit Spear, Leeds & Kellogg. Für den Kaufpreis von sieben Millionen will das Investmenthaus den elektronischen Aktienhändler übernehmen. Belastend wirken sich dagegen die Kursverluste von Hewlett-Packard und IBM auf den Index aus. Hier sorgt Merger-Mondaynicht für die erhoffte Feststimmung. Hewlett-Packard steht wegen Übernahmegerüchten zur Mittagsstunde ganz oben auf der Verliererliste der 30 Standardwerte. Spekulationen, nach denen der zweitgrößte Computerhersteller der Welt plane das Consulting-Geschäft von PricewaterhouseCoopers zu übernehmen, lösen bei den Anlegern keine Glücksgefühle aus. Auch Donaldson, Lufkin & Jenrette warnt die Investoren bereits vor der Akquisition. IBM leidet unter einem negativen Kommentar von Goldman Sachs. Analystin Laura Conigliaro bestätigen den Wert zwar auf der Empfehlungsliste, senkte jedoch die Wachstumserwartungen für das dritte und vierte Quartal. Auch die Ertragserwartungen für das vierte Quartal korrigierte die Analystin nach unten. Die Fundamentaldaten des Unternehmens seien zwar erfreulich, doch der schwache Euro werde dem Unternehmen in Zukunft das Leben schwer machen. Der Nasdaq verliert rund 0,4 Prozent und notiert zur Mittagszeit bei 3964 Zählern. Der Chipsektor hat sich zwar wieder erholt, doch dem Börsenbarometer nützt das zur Mittagsstunde wenig. Auch die positiven Analystenkommentare zum B2B-Sektor retten den Index nicht in die Gewinnzone. "Ab in den Orient" lautet am Morgen das Motto bei Priceline. Die Asktie gewinnt mehr als fünf Prozent an Wert, nachdem das Internet-Unternehmen am Morgen meldete, Saudi Arabiens Prinz Alwaleed bin Talal wolle zum 8. September 2002 rund zwei Millionen Aktien des Unternehmens kaufen. Der Prinz soll die Papiere zu einem Preis von 25 Cents pro Aktie erhalten. Die Nachricht wurde von der Nachrichtenagentur PR Newswire verbreitet. Priceline kommentierte die Meldung nicht weiter. Satte 61 Prozent gewinnt die Aktie von Cyberonics an Wert dazu. Dieser Titel profitiert von Übernahmegerüchten. Medtronic, der weltgrößte Hersteller von Herzschrittmachern, hat Zeitungsberichten zufolge Cyberonics ein Angebot unterbreitet. Im Gespräch ist ein Kaufpreis von über 480 Millionen Dollar. Cyberonics ist auf die Behandlung von Epilepsie spezialisiert. Medtronic bietet 26 Dollar pro Cyberonics Aktie. Medtronic verliert dagegen an Wert.

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