Archiv
Wall Street profitiert von gutem Weihnachtsgeschäft

Während Deutschlands Börsen noch im Weihnachtsschlaf waren, lief der Handel in New York weit besser als erwartet. Zum Handelsschluss jedoch bröckelten die Kursgewinne ab. Trotzdem: Der Dow Jones-Index ging um 0,5 Prozent in die Höhe und notiert auf einem Vier-Monatshoch bei 10 088. Der Nasdaq Composite stieg um 0,8 Prozent auf 1961 Punkte.

Den Dow Jones zogen 3M, Wal-Mart und IBM nach oben. Die Nasdaq wurde vor allem von Microsoft, Intel und Amgen angetrieben. Insgesamt stiegen Papiere aus den Branchen Öl, Einzelhandel, Software, Chips und Computer überdurchschnittlich.

Am Mittwoch blieben schlechte Nachrichten weitgehend aus. So werden in dieser Woche beispielsweise keine nennenswerten Quartalsdaten veröffentlicht. Am Donnerstag stehen die Erstanträge auf Arbeitslosenhilfe und am Freitag Daten zum Verbrauchervertrauen an.

Eine Nachricht von Apple Computer traf die Nasdaq zwar unerwartet, aber nicht wie der Blitz. Der Computerhersteller erwartet für das Geschäftsjahr 2002, das gerade angelaufen ist, einen Verlust im Einzelhandelsbereich. Apple eröffnete in den vergangenen Monaten rund 30 Computerläden. Doch durch das gesunkene Verbrauchervertrauen und die gebremsten Konsumentenausgaben können die bisherigen Prognosen nicht eingehalten werden. Die Aktie konnte sich dennoch leicht verbessern.

Ölaktien wurden von der Hoffnung angetrieben, dass die OPEC (Organisation erdölexportierender Länder) am Freitag eine weitere Drosselung der täglichen Fördermenge beschließen wird. Der saudi-arabische Ölminister Ali al-Naimi nährte Hoffnungen, indem er eine Reduzierung der Förderquote um täglich 1,5 Millionen Barrels (Fass) Öl in Aussicht stellte. Am Freitag trifft sich die Opec in Kairo. Öl-Papiere wie die von ExxonMobil verbesserten sich an der Wall Street.

Elektronikartikel, Spielzeug und Kleidung: Diese Artikel haben sich in den Weihnachtstagen am besten verkauft. Für den Discounter Wal-Mart war es ein gutes Geschäft. In den letzten Tagen seien die Umsätze besser als erwartet gewesen, hieß es. Vielen Einzelhändlern ist es allerdings vor allem aufgrund von Sonderangeboten gelungen, die Kunden anzulocken. Es wurden vielerorts kräftige Preisnachlässe oder andere Vergünstigungen gewährt.

Die Umsätze sind wahrscheinlich auch für die Online-Einzelhändler recht gut abgelaufen. Yahoo, Amazon und auch eBay lagen sehr gut im Rennen. Das Amazon-Papier stieg um 13 Prozent, Yahoo klettert immerhin noch um fünf und eBay um vier Prozent. Laut U.S. Piper Jaffray verzeichnete der Web-Einzelhändler Amazon in den Weihnachtstagen robuste Stückzahlverkäufe. Überraschend seien aber vor allem steigende Verkaufspreise in der Elektronik-Sparte gewesen. Das Ergebnis und der Umsatz dürften dementsprechend im Rahmen oder leicht über den Prognosen des Analysten liegen, meint das Analystenhaus. Yahoo hat in diesem Jahr ein Umsatzplus von fast 90 Prozent gegenüber dem Vorjahr verzeichnet. Viele Leute haben es demnach vorgezogen, online ihre Geschenke zu ordern statt die Einkaufscenter zu besuchen.

Die Aktie von Microsoft hielt sich zwar im Plus, die großen Zugewinne, die noch zur Handelsmitte zu sehen waren, blieben aber nicht mehr übrig. Sie notiert bei knapp 70 Dollar. Prudential Securities hob das Kursziel von 80 auf 85 Dollar an. AG Edwards stufte Sun Microsystems von "buy" auf "strong buy" auf, die Aktie verteuerte sich um knapp drei Prozent.

Serviceangebote
Zur Startseite
-0%1%2%3%4%5%6%7%8%9%10%11%12%13%14%15%16%17%18%19%20%21%22%23%24%25%26%27%28%29%30%31%32%33%34%35%36%37%38%39%40%41%42%43%44%45%46%47%48%49%50%51%52%53%54%55%56%57%58%59%60%61%62%63%64%65%66%67%68%69%70%71%72%73%74%75%76%77%78%79%80%81%82%83%84%85%86%87%88%89%90%91%92%93%94%95%96%97%98%99%100%