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Wall Street schließt bei Nasdaq-Plus uneinheitlich

Qualcomm und das Netzwerk-Unternehmens JDS Uniphase führten am Dienstag die Rallye an der Nasdaq an.

New York, 19. Sep (Reuters) - Die New Yorker Wall Street hat am Dienstag bei deutlichem Nasdaq-Plus uneinheitlich geschlossen. Händler führten die Zuwächse bei Technologieaktien auf Gelegenheitskäufe nach den starken Verlusten des Sektors am Vortag zurück. Unruhe um die Aussicht auf schwächere Unternehmensgewinne habe jedoch die Standardwerte weiter belastet, hieß es.

Der Dow-Jones-Index 30 führender Industriewerte ging 19,23 Punkte oder 0,18 Prozent tiefer auf 10.789,29 Zählern aus dem Handel. Der Nasdaq-Index der Technologiebörse rückte jedoch 3,73 Prozent auf 3865,60 Zähler vor. Der S&P-500-Index stieg 1,07 Prozent auf 1459,90 Zähler. "Es sind nur Gelegenheitskäufe an der Nasdaq", sagte Edgar Peters von PanAgora Asset Management. Es gebe keinen wirklichen Grund zu glauben, dass sich der Trend an der Nasdaq umkehren sollte. "Die Börsianer waren gestern deprimiert und begannen, Aktien abzustoßen", erklärte ein Investmentstratege. Zahlreiche Titel seien auf ein Kursniveau im Bereich der Unterstützungszone gesunken, deren Unterschreitung stärkere Kursverluste bedingen würde, hieß es.

Die Papiere des Mobilfunk-Anbieters Qualcomm und des Netzwerk-Unternehmens JDS Uniphase führten Händlern zufolge am Dienstag die deutlichen Zuwächse an der Nasdaq an. Qualcomm kletterten bis Handelsschluss 7-11/16 auf 77-1/2 Dollar, und JDS Uniphase gewannen 10-2/16 auf 107-15/16 Dollar. Auch die Titel des Halbleiter-Herstellers Intel legten mit 4-9/16 Dollar auf 60-3/8 Dollar kräftig zu.

Analysten erklärten den schwächeren Verlauf der Dow-Werte damit, dass Sorgen um die "vier E's", den Euro, die US-Economy, Energiepreise und Unternehmensgewinne (corporate earnings), den Kauf-Enthusiasmus der Investoren dämpften. Es werde befürchtet, dass die Verlangsamung der Wirtschaft, hohe Energiepreise und die Dollarstärke gegenüber dem Euro die Gewinnzahlen der US-Unternehmen schwächen würden, hieß es. Die Unruhe der Investoren sei noch verschärft worden, nachdem der Aluminium-Hersteller Alcoa am späten Montag eine Gewinnwarnung ausgegeben habe, sagten Händler. Das Unternehmen machte höhere Energiepreise und einen Rückgang der Nachfrage nach Aluminium für die rückläufigen Gewinnzahlen verantwortlich. Die Alcoa-Aktie belastete den Dow-Jones-Index mit einem Kursverlust von 2-5/8 auf 25-5/8 Dollar.

Insgesamt wurden an der New Yorker Börse rund 1021 Millionen Aktien umgesetzt. Dabei schlossen 1380 Titel höher, 1494 niedriger und 460 unverändert. Am US-Anleihenmarkt notierten die richtungweisenden 30-jährigen Bonds bei Börsenschluss 17/32 fester mit einer Rendite von 5,919 Prozent.

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