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Wall Street schließt erneut fester

Die jüngste US-Arbeitsmarktstatistik hat am Freitag an den New Yorker Aktienmärkten nach Händlerangaben Hoffnungen auf eine Trendwende der US-Konjunktur verstärkt und für Kursgewinne gesorgt.

rtr NEW YORK. Analysten deuteten die Verlangsamung des Stellenabbaus im Dezember überwiegend als Signal für den Beginn einer Konjunkturerholung. "Der Bericht zeigt, dass die Rezession noch immer anhält, es scheint aber, dass das Schlimmste hinter uns liegt", sagte Mark Donahue, Geschäftsführer Institutioneller Handel bei U.S. Bancorp Piper Jaffray. Die Aktien von Broker- und Internetunternehmen konnten nach positiven Analystenkommentaren deutlich zulegen.

Der Dow-Jones-Index schloss 0,86 % höher auf 10 259,74 Punkten, während der technologielastige Nasdaq-Index 0,74 % auf 2059,38 Zähler zulegte. Der breiter gefasste Standard & Poor's Index gewann 0,62 % auf 1172,51 Punkte.

Das US-Arbeitsministerium hatte zuvor mitgeteilt, die Zahl der Beschäftigten außerhalb der Landwirtschaft sei im Dezember saisonbereinigt um 124 000 zurückgegangen, nachdem sie im November um revidiert 371 000 gesunken war. Die US-Arbeitslosenquote war im Dezember wie von Analysten erwartet auf 5,8 % von revidiert 5,6 % im Vormonat geklettert. Volkswirte hatten im Schnitt mit einer Erwerbslosenquote von 5,8 % bei einem Stellenrückgang um 139 000 gerechnet. Auch der überraschende Anstieg des ISM-Service-Indexes zeige, dass es mit der US-Wirtschaft wieder aufwärts gehe, sagten Anaylsten. Der Index war im Dezember auf 54,2 (November 51,3) Punkte gestiegen.

Die Titel der US-Investmentbanken Merrill Lynch, Goldman Sachs und Morgan Stanley legten nach Händlerangaben in Reaktion auf eine Höherbewertung des Broker-Sektors durch Prudential Securities deutlich zu. Die Aktien von Merrill Lynch stiegen zum Schluss um rund 5,5 % auf 56,64 Dollar, die Titel von Goldman Sachs um 4,65 % auf 96,75 Dollar, und die Aktien von Morgan Stanley rund fünf Prozent auf 59,64 Dollar. Prudential Securities begründete die Bewertung mit der Erwartung einer Konjunkturerholung in den USA in diesem Jahr.

Die Aktien von Internet-Unternehmen wie E-Bay profitierten nach Händlerangaben von einer Studie der Investmentbank Merrill Lynch. Nach Einschätzung der Analysten der Bank könnte die Branche im vierten Quartal 2001 die Talsohle erreicht haben. Das Online-Geschäft dürfte einen größeren Anteil am Einzelhandelsumsatz erhalten, die Online-Werbung könne sich stabilisieren. Die Aktien von E-Bay zogen 0,74 % auf 68,5o Dollar an.

Die Titel des Medienkonzerns AOL Time Warner drehten im späten Geschäft leicht ins Plus, nachdem sie zuvor nach Händlerangaben in Reaktion auf eine Kundenmititteilung der US-Invesstmentbank Lehman Brothers eingebüßt hatten. Die früheren Gewinnschätzungen für das Geschäftsjahr 2002 müssten möglicherweise nach unten korrigiert werden, hieß es in der Mitteilung. AOL-Titel schlossen rund 1,2 % höher auf 31,95 Dollar. Die Aktien des Mischkonzerns Halliburton Co gaben bei hohem Umsatz rund 6,3 % auf 10,22 Dollar ab. Die Anleger sorgten sich weiter um steigende Forderungen im Zusammenhang mit Asbest-Schäden, sagten Händler.

Die Titel des Finanzkonzerns Conseco brachen 16,24 % auf 3,56 Dollar ein. Die Investmentbank Salomon Smith Barney hatte zuvor eine Verkaufsempfehlung für die Titel ausgegeben. Am Donnerstag hatte außerdem der Chef des Darlehensbereiches Conseco Financa unerwartet das Unternehmen verlassen.

Am US-Rentenmarkt notierten die richtungweisenden zehnjährigen Bonds zuletzt 3/32 im Minus auf 99-1/32 Punkten und erbrachten eine Rendite von rund 5,13 %. Die 30-jährigen Titel wurden 6/32 tiefer auf 97-16/32 bewertet und rentierten mit 5,55 %.

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