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Wall Street schließt im Minus

Die Standardwerte an der New Yorker Wall Street haben den Handel auch am Dienstag im Minus beendet. Nach einer Herabstufung der Aktien von American Express hätten erneut Finanztitel das Blue-Chip-Barometer nach unten gezogen, berichteten Händler.

dpa-afx NEW YORK. Der Industriewerte-Index Dow Jones gab bis zum Schlussgong 0,48 Prozent auf 10.883,05 Punkte nach. Der Dow versuche derzeit, die Marke von 11 000 Zählern zu durchbrechen, hieß es. Widerstände seien in dieser Situation häufig. Der marktbreitere S&P 500-Index verlor 0,19 % und beendete die Sitzung mit 1 261,07 Punkten.

Das US-Handelsministerium hatte kurz nach Handelseröffnung gemeldet, dass die Lagerbestände im Großhandel im März um 0,1 Prozent gestiegen sind. Zwar lag diese Zahl im Rahmen der Erwartungen der Analysten, doch gaben die Aktienkurs prompt um einige Prozentpunkte nach. Zuvor war bekannt gegeben worden, dass die Arbeitsproduktivität in den USA außerhalb der Landwirtschaft im ersten Quartal im Vergleich zum Vorquartal um 0,1 % gefallen ist. Analysten hatten dagegen einen Anstieg von 0,9 % prognostiziert.

American Express (Amex) büßten an der Wall Street 4,46 Prozent auf 41,30 $ ein, nachdem die Investmentbank Morgan Stanley Dean Witter ihre Empfehlung für die Papiere von "Outperform" auf "Neutral" zurück genommen hatte. Zur Begründung führten die Analysten an, dass sie im gegenwärtigen Klima nur wenig Aufwärtspotenzial für den Titel sehen würden. Angesichts der Arbeitslosigkeit von 4,5% und der steigenden Zahl von Insolvenzen müsse sich Amex auf eine zunehmende Verzögerung bei Zahlungen einstellen.

Die Papiere von Legg Mason stürzten 6,49 Prozent auf 47,00 $ ab, nachdem das Brokerhaus einen Gewinn je Aktie für das vierte Quartal von 55 Cent und damit unter den Erwartungen der Analysten ankündigt hatte. Weiter auf der Verliererseite standen Citigroup. Die Anteilsscheine verloren 1,68 Prozent auf 49,80 $. J. P. Morgan Chase gaben 2,95 Prozent auf 47,75 $ nach.

Honeywell verloren 1,28 % auf 49,26 $. General Electric, der den Mischkonzern übernehmen will, bekräftigte am Dienstag, dass es optimistisch mit Blick auf den Entscheid der EU-Wettbewerbshüter bleibe.

Auf der Verliererliste fand sich auch der Telekommunikationsriese AT&T wieder. Die Aktien verloren 1,82 Prozent auf 22,06 USD. Der US-Computerhersteller Hewlett-Packard ging mit einem Abschlag von 1,23 % auf 27,33 $ aus dem Handel.

Pharmacia verloren trotz früher Gewinne zum Schluss 1,53 Prozent auf 48,20 $. Dabei hatte die US-Behörde Food and Drug Administration dem Konzern die Produktion und Vermarktung des neuen Medikaments Axert bewilligt. Auch Philip Morris büßten an der Wall Street ein. Die Papiere verloren 1,92 % auf 51,00 $, nachdem gleich mehrere südamerikanische Staaten eine Sammelklage untere anderem gegen den Zigarettenhersteller angekündigt hatten.

Auf der Gewinnerseite stand dagegen BancWest. Die Papiere legten dank Gewinnmitnahmen 0,17 % auf 34,37 $ zu, nachdem die bereits an BancWest beteiligte französische BNP Paripas für den Kauf der restlichen 55 Prozent des Stammkapitals eine Kaufsumme von 2,45 Mrd. $ oder 35 $ je Aktie angeboten hatte.

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