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Wall Street schließt schwächer - Gewinnwarnungen belasten

Die New Yorker Aktienmärkte haben am Donnerstag nach den jüngsten Gewinnwarnungen der Technologieunternehmen Gateway und Altera deutlich schwächer geschlossen.

Reuters NEW YORK. Die New Yorker Aktienmärkte haben am Donnerstag nach den jüngsten Gewinnwarnungen der Technologieunternehmen Gateway und Altera deutlich schwächer geschlossen. Nach Aussagen von Händlern haben die Warnungen die Sorgen des Marktes um geringere Unternehmensgewinne aufgrund des verlangsamten US-Wirtschaftswachstums bestätigt. Der Dow-Jones-Index lag bei Handelsschluss 2,02 Prozent im Minus bei 10.414,49 Zählern. Der technologielastige Nasdaq-Index verlor im Tagesverlauf fast sieben Prozent, erholte sich gegen Abend ein wenig und lag am Ende bei sehr hohen Umsätzen 4,02 Prozent tiefer bei 2598,01 Punkten, dem tiefsten Stand seit August 1999. Der breitere S&P 500 verlor 2,01 Prozent auf 1314,99 Zähler.

"Die Marktteilnehmer passen sich im Moment den tieferen Gewinn- und Liquiditätserwartungen für das Jahr 2001 an. Nur ist niemand auf der Käuferseite", sagte Donald Berdine, Chefstratege bei PNC Advisors. Der Spezialchip- Hersteller Altera und der Computerkonzern Gateway hatten am Mittwoch nach Börsenschluss Gewinnwarnungen ausgegeben und damit am Donnerstag bereits die Technologiewerte an den weltweiten Börsen belastet. Nach Angaben von Händlern ließen die verringerten Gewinnprognosen bei vielen Investoren die Alarmglocken klingeln.

Altera verloren bis zum Gongschlag 7,71 %

Altera verloren bis zum Gongschlag 7,71 Prozent auf 23-15/16 Dollar, während Gateway 10,5 Prozent auf 19 Dollar nachgaben. Der Computerhersteller wurde zudem von den Investmentbanken Salomon Smith Barney und J.P.Morgan zurückgestuft. Die Nöte von Gateway wirkten sich auch auf andere Computerwerte wie Apple aus, die 6,05 Prozent tiefer auf 15-1/2 Dollar schlossen. Hewlett-Packard gaben 8,5 Prozent auf 31-5/8 Dollar nach, obwohl der Computer- und Druckerhersteller bekräftigt hatte, seine bisherigen Prognosen erfüllen zu können.

Bedingt durch die Nasdaq-Schwäche kam auch der Dow-Jones unter Druck. Unter den größten Verlierern waren Microsoft . Die Titel des Software-Herstellers verloren 11,82 Prozent auf 57-3/8 Dollar. Der Halbleitermarkt wurde laut Händlern vor allem durch die Gewinnwarnung von Altera belastet. So musste der Chiphersteller Intel einen Verlust von 10,96 Prozent auf 38-1/16 Dollar hinnehmen.

An der New Yorker Wall Street wechselten am Donnerstag rund 1,4 Milliarden Aktien den Besitzer. 1005 Gewinner sahen sich dabei 1845 Verlierern gegenüber. Die Nasdaq erlebte am Donnerstag mit Umsätzen von 2,6 Milliarden Aktien den Handelstag mit den zweitgrößten je gehandelten Volumina. 1309 Gewinner standen dabei 2761 Verlierern gegenüber. Am US-Anleihenmarkt notierten die richtungsweisenden 30-jährigen Bonds bei Börsenschluss 10/32 höher mit einer Rendite von 5,613 Prozent.

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