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Wall Street schließt schwächer

Die New Yorker Aktienmärkte haben am Donnerstag nach erneuten Gewinnwarnungen schwächer geschlossen. Die beiden Finanzkonzerne Chase Manhatten und J.P.Morgan hatten zuvor ihre Gewinnerwartungen mit Begründung einer sich abschwächenden US-Konjunktur deutlich nach unten korrigiert.

Reuters NEW YORK. Die Entscheidung im US-Wahlkampf zu Gunsten von George W. Bush hatte Marktteilnehmern zufolge keinen großen Einfluss. Der Dow-Jones-Index 30 führender Industriewerte verlor 1,11 % oder 119,45 Zähler auf 10 674,99 Punkte. Der breitere S&P 500 ging 1,4 % tiefer auf 1340,93 Zählern aus dem Handel, während der technologielastige Nasdaq um 3,34 % oder 94,28 Zähler tiefer auf 2728,49 Punkten schloss.

"Nach dem Trommelfeuer der schlechten Nachrichten, die wir in letzter Zeit bekommen haben, überrascht dies nicht", sagte John Bartlett, Portfolio Manager bei Commerce Trust. Nach der Bekanntgabe der Gewinnwarnung büßten Chase 3,51 % auf 42-15/16 $ ein, die Titel von J.P.Morgan verbilligten sich um 3,84 % auf 157-15/16 $. Im Sog der beiden Finanzunternehmen büßte auch das Bankhaus Morgan Stanley Dean Witter 9,39 % auf 68-3/16 $ ein. Citigroup notierten 4,25 % schwächer auf 50-3/4 $.

Die Märkte zeigten sich nach Meinung von Händlern von der Entscheidung im US-Wahlkampf wenig beeindruckt. Die Investoren hätten den Sieg von George W. Bush bereits vorhergesehen, hieß es. Frei von politischer Unsicherheit hätten sich die Anleger nun den Unternehmensprognosen zugewendet. "Der Markt hatte erwartet, dass die Ausverkäufe aufgrund schlechter Unternehmenszahlen nun vorbei sei. Und schon kommen Chase und J.P.Morgan und los geht es von vorn", sagte dazu Joseph Bartel von Fahnestock & Co.

Für Unterstützung sorgten bei den Standardwerten der Netzwerk-Komponentenhersteller Nortel Networks sowie der Computerhersteller International Business Machines , die zuvor zufrieden stellende Unternehmensprognosen veröffentlicht hatten. Nortel kletterten um 6,35 % auf 38-3/4 $.IBM konnte um 1,3 % auf 92-7/16 $ an Boden gewinnen.

Bei den Technologiewerten musste unter anderen JDS Uniphase Feder lassen. Deren Titel büssten 4,93 % auf 61-1/2 $ ein. Der Softwarekonzern Microsoft verlor 3,06 % auf 55-1/2 $.

An der New Yorker Wall Street wechselten insgesamt rund eine Milliarde Aktien den Besitzer. Gewinner und Verlierer standen sich dabei im Verhältnis 11 zu 16 gegenüber. 426 Titel schlossen unverändert. An der Nasdaq überwogen bei Umsätzen von 1,7 Mrd. Aktien 2641 Verlierer 1216 Gewinner.

Am US-Anleihenmarkt notierten die richtungweisenden 30-jährigen Bonds zuletzt 14/32 höher und brachten eine Rendite von 5,444 %.

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