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Wall Street schließt schwächer

Die US-Aktien haben am Donnerstag bei eher dünnen Umsätzen schwächer geschlossen, nachdem sie Händlern zufolge zuvor von Gewinnwarnungen des britischen Telekomausrüsters Marconi sowie von weiteren negativen Unternehmensnachrichten belastet worden waren. Die US-Aktien haben am Donnerstag bei eher dünnen Umsätzen schwächer geschlossen, nachdem sie Händlern zufolge zuvor von Gewinnwarnungen des britischen Telekomausrüsters Marconi und des US-Einzelhandelsunternehmens Federated Departement Stores sowie von weiteren negativen Unternehmensnachrichten belastet worden waren.

Reuters NEW YORK. Auf die am Tage veröffentlichten US-Konjunkturindikatoren habe der Markt hingegen kaum reagiert, hiess es. Der Dow Jones-Index 30 führender Industriewerte schloss mit einem Minus von 0,86 % bei 10 479,86 Punkten. Der breiter gefasste S&P-500-Index gab um 1,23 % auf 1219,25 Punkte nach. Der technologielastige Nasdaq Composite Index fiel 2,83 % auf 2080,20 Zähler.

Die Mitteilung über den erwarteten Gewinneinbruch bei Marconi habe den gesamten Technologiesektor an der Wall Street nach unten gezogen, sagte ein Händler. Marconi hatte am Mittwoch mitgeteilt, auf Grund einer deutlichen Konjunkturabkühlung in Europa erwarte das Unternehmen im Vergleich zum Vorjahr einen um die Hälfte geringeren Betriebsgewinn und wolle weitere neun Prozent der Stellen kürzen. Die in den USA gehandelten Titel (American Depositary Receipts) des Unternehmens brachen daraufhin 52,35 % auf 3,35 Dollar ein.

Die Aktien der Federated Departement Stores büssten 5,87 % auf 38,01 Dollar ein, nachdem das US-Einzelhandelsunternehmen die Geschäftsprognosen für sein zweites Quartal sowie für das laufende Jahr auf Grund von schwächeren Umsätzen nach unten revidiert hatte. Daraufhin seien weitere Einzelhändler unter Druck geraten, hiess es am Markt.

Auch im Halbleitersektor gab es negative Unternehmensmeldungen. Das niederländische Halbleiter ASML Holdings-Unternehmen hatte mitgeteilt, der Verlust im ersten Halbjahr könne bis zu 88 Mill. Dollar betragen. Gleichzeitig dämpfte das Unternehmen die Hoffnungen auf eine Geschäftsbelebung im weiteren Jahresverlauf. Die auch in New York gehandelten Aktien fielen daraufhin um 6,39 % auf 20,80 Dollar, während der Philadelphia-Index der US-Halbleitertitel 3,11 % nachgab.

Die Knight Trading Group, der größte Aktienhändler der Nasdaq, rechnet nach eigenen Angaben im zweiten Quartal nur mit halb so viel Gewinn je Aktie wie zunächst prognostiziert. Die Aktien zeigten sich indes von der Mitteilung unbeeindruckt und notierten 1,86 % fester bei 10,40 Dollar. Die Titel des Telekom - und Datenserviceunternehmens WorldCom schlossen mit einem Minus von 1,31 % auf 14,28 Dollar. Das Unternehmen hatte zuvor seine Prognose für das Umsatzwachstum im Gesamtjahr angehoben und seine Ergebnisprognose (Ebitda) bestätigt. Es sei überraschend, dass die Kurse insgesamt nicht stärker auf den Index der US-Einkaufsmanager (NAPM) reagiert hätten, sagten Marktteilnehmer. Der Index zur Lage der Wirtschaft außerhalb des Verarbeitenden Gewerbes war auf 52,1 % im Juni von 46,6 im Vormonat gestiegen und lag damit erstmals seit März über 50,0 %. Eine Zahl über 50 bedeutet Wachstum.

Die zuvor veröffentlichten Daten zur Entwicklung der Anträge auf US-Arbeitslosenunterstützung seien im Rahmen der Erwartungen ausgefallen, hieß es am Markt weiter. Der Monatsbericht dazu wird am Freitag erwartet. Das US-Arbeitsministerium hatte mitgeteilt, in der Woche zum 30. Juni 2001 sei die Zahl der Erstanträge auf 399 000 von 392 000 in der Vorwoche gestiegen. Von Reuters befragte Volkswirte hatten für die Berichtswoche mit einem Anstieg auf diese Zahl gerechnet. Die wöchentlichen Daten geben nach Ansicht von Experten einen ersten Hinweis auf die monatliche Entwicklung des Arbeitsmarktes. Bei Umsätzen von rund 0,93 Mrd. Aktien schlossen an der New Yorker Stock Exchange 1371 Titel höher, 1695 niedriger und 210 unverändert. An der Nasdaq wechselten rund 1,29 Mrd. Aktien den Besitzer. Es gab dabei 1341 Kursgewinner, 2316 Kursverlierer und 344 unveränderte Werte.

Am US-Anleihenmarkt notierten die richtungweisenden 30-jährigen Bonds 11/32 leichter mit einer Rendite von rund 5,75 %.

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