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Wall Street schließt schwächer

Die Standardwerte an der New York Stock Exchange haben die meiste Zeit des Mittwochshandels im Plus verbracht, rutschten jedoch vor Handelsschluss ins Minus.

dpa-afx NEW YORK. Beim Läuten der Schlussglocke stand der Dow Jones-Index schließlich 0,51 % im Minus bei 9 075,14 Punkten, während der marktbreitere S&P 500-Index zumindest sein Vortagesniveau verteidigen konnte und unverändert bei 1 059,78 Zählern schloss.

Starke Verluste beim Dow-Jones-Wert Eastman Kodak drückten den Index der 30 wichtigsten Industriewerte ins Minus, wobei jedoch Gewinne bei den Technologie- und Einzelhandelstiteln die Verluste im Dow Jones begrenzten.

Zunächst waren die Anleger Händlern zufolge auf Schnäppchenjagd gegangen und stiegen nach den Verlusten der vergangenen beiden Handelstage bei günstigen Kursen ein. Ein wenig habe auch die Veröffentlichung der US-Konjunkturzahlen am Nachmittag die Aktienkurse angeschoben, hieß es. Das in dieser Zeit veröffentlichte US-Bruttoinlandsprodukt für das dritte Quartal und der Chicago Einkaufsmanagerindex waren nicht so schwach wie befürchtet ausgefallen.

Dennoch hänge nach wie vor das Gespenst der Rezession über der Marktstimmung, fügten Experten hinzu. So sagte etwa der Chef-Volkswirt des Weißen Hauses, Glen Hubbard, in einem Fernseh-Interview, dass die Möglichkeit einer Rezession der US-Wirtschaft wahrscheinlicher geworden, allerdings nicht unabwendbar sei.

Kurzfristig sei die US-Wachstumsentwicklung nicht allein von wirtschaftlichen Faktoren, sondern auch vom Konsumklima, dem Verlauf der Militärschläge in Afghanistan und von eventuellen künftigen Terrorattacken abhängig, sagte indes der Volkswirt einer Bank. Korrespondierend dazu berichteten Händler später, dass die Investoren sich nach neuen Nachrichten über die Folgen der Milzbrand-Anschläge sich eher zurückhaltend verhalten hätten.

Aktien des Fotokonzerns Eastman Kodak gaben 8,02 Prozent auf 25,57 Dollar ab. Zu einem guten Teil sei das auf eine Herabstufung des langfristigen Schuldenratings für das Unternehmen von A2 auf A3 und des Kurzfrist-Ratings von P-1 auf P-2 durch die Ratingagentur Moody's zurückzuführen, sagten Händler. Boeing sanken um 1,30 Prozent auf 32,60 Dollar, nachdem der Luft- und Raumfahrt-Konzern ausgeschlossen hatte, mit Lockheed Martin zusammenzuarbeiten. Lockheed Martin gewannen 1,60 Prozent auf 48,77 Dollar.

Die Aktien der Fluggesellschaft Continental Airlines rückten gegen den Sektortrend 5,05 Prozent auf 17,49 Dollar vor. UAL verloren dagegen etwa 6,88 Prozent auf 12,72 Dollar und AMR 4,16 Prozent auf 18,20 Dollar. Continental Airlines hatte für das dritte Quartal ein Ergebnis veröffentlicht, das besser als von Analysten erwartet war. Der verwässerte Gewinn je Aktie vor Sonderposten lag bei 0,05 Dollar gegenüber 2,24 Dollar im Vorjahr. Die von First Call/Thomson Financial befragten Analysten hatten mit einem Verlust von 2,25 Dollar je Anteilschein gerechnet.

Vorwärts ging es auch für Aktien von Telekom-Ausrüstern wie etwa Motorola, die um 1,43 Prozent auf 16,37 Dollar stiegen. Positive Ergebnis-Nachrichten von Einzelhandelsunternehmen hellten die Stimmung in der gesamten Branche auf. So kletterten KMart um 6,79 Prozent auf 6,13 Dollar und Wal-Mart um 1,58 Prozent auf 51,40 Dollar.

Das US-Telekom-Unternehmen Qwest hat für das dritte Quartal des laufenden Geschäftsjahres einen Proforma-Verlust je Aktie von 8 US-Cent ausgewiesen. Das Unternehmen verfehlte damit die Erwartungen der von First Call/Thomson Financial befragten Analysten. Diese hatten mit einem Gewinn je Aktie von 3 Cent gerechnet. Qwest verloren 19,06 Prozent auf 12,95 Dollar.

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