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Wall Street schließt schwächer

Die Standardwerte an der New York Stock Exchange haben am Mittwoch ihre Talfahrt fortgesetzt. Die geplatze Fusion zwischen den Energiehändlern Dynegy Inc und Enron belastete den Markt.

dpa-afx NEW YORK. Enron droht damit das Aus. Die Aktien der mit dem angeschlagenen Konzern geschäftlich verbundenen Banken gerieten dadurch ebenfalls unter Druck. Unterdessen zeigt die US-Wirtschaft weiterhin keine Anzeichen für einen Aufschwung. Die Wirtschaftsaktivität sei von Oktober bis Mitte November schwach geblieben. Dies teilte die US-Notenbank Fed am Mittwoch in ihrem "Beige Book" mit, das einen Überblick über die konjunkturelle Entwicklung in den einzelnen US-Regionen gibt. Die weitere Konjunkturabschwächung in den meisten Regionen habe Anzeichen einer Erholung in wenigen anderen Gebieten überlagert.

Der Dow-Jones-Index sank um 160,74 Zähler oder 1,63 % auf 9 711,86 Punkte. Der marktbreitere S&P 500 gab 1,82 % auf 1 128,53 Punkte ab. Enron steht nach der geplatzten Fusion mit Dynegy mit leeren Händen da. Das langfristige Kreditrating des Unternehmens wurde von den Ratingagenturen Standard & Poor's (S&P) und Moody's auf "mangelhaft" herabgestuft. Die Enron-Aktie verzeichnete nach mehrmaliger Handelsaussetzung am Ende einen Kurseinbruch von 72,99 Prozent auf 1,11 Dollar. Dynegy musste gleichfalls Federn lassen. Der Kurs rutschte um 9,98 Prozent auf 36,81 Dollar ab. Die Aktie war ebenfalls vorübergehend vom Handel ausgesetzt worden.

Durch die Enron-Krise gerieten auch die Kurse mehrerer Banken ins Trudeln. Citigroup verbilligten sich um 5,44 Prozent auf 47,80 Dollar, JP Morgan Chase um 5,78 Prozent auf 37,50 Dollar.

IBM kündigte die Entlassung von 1 000 Arbeitern seiner Halbleitersparte in den USA an. Das sind 4,7 Prozent der 21 500 Mitarbeiter der IBM Microelectronics-Gruppe. Ein Teil der Mitarbeiter könne möglicherweise in anderen Bereichen von IBM weiter beschäftigt werden, hieß es. IBM reagiert damit auf einen der schärfsten Umsatzrückschläge der Chipfertigungs-Branche. Der Kurs gab um 1,80 Prozent auf 112,15 Dollar nach.

Nicht gefragt waren auch Aktien der Bekleidungskette Gap . Prudential hatte den Einzelhändler auf "Sell" herabgestuft. Die Papiere verbilligten sich daraufhin um 5,49 Prozent auf 13,61 Dollar. Auch andere Einzelhändler gerieten dadurch unter Druck. Lediglich Home Depot stemmte sich gegen den Trend und schloss mit einem Plus von 1,04 Prozent auf 43,90 Dollar. Der Wert machte damit einen Teil seiner Vortagesverluste wieder wett.

Kurz vor Börseneröffnung hatte Electronic Data Service (EDS) mitgeteilt, den Rechtsstreit mit Xerox beizulegen. Künftig wollen beide Unternehmen intensiver kooperieren. Xerox wird demnach sein Auftragsvolumen an EDS auf 1,5 Milliarden US-Dollar in den nächsten Jahren erh öhen. EDS verloren 2,89 Prozent auf 69,80 Dollar, Xerox 1,58 Prozent auf 8,12 Dollar.

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