Wall Street schließt sehr fest
US-Märkte schließen mit deutlichen Gewinnen

Am Tag nach dem Absturz des Airbus-Flugzeugs in New York hat der Aktienmarkt sehr freundlich geschlossen. Positiv wirkten nach Ansicht von Marktteilnehmern zwei Faktoren. Zum einen verdichteten sich die Hinweise darauf, dass es sich bei dem Unglück vermutlich nicht um einen Anschlag handelte.

ank/HB NEW YORK. Zudem verlieh die Hoffnung auf eine baldige Entmachtung der Taliban-Regierung den Märkten Auftrieb. Die militärischen Erfolge der US-Verbündeten in Afghanistan bewirkten, dass die Investoren sich auf die positiven Effekte der Lage konzentrieren müssten, nämlich auf die niedrigen Zinsen und die erhöhten Regierungsausgaben, sagte Benjamin Pace von der Deutsche Bank Private Banking.

Die Standardwerte des Dow-Jones-Index lagen zu Handelsende rund 2 % im Plus. Der S & P-500-Index gewann 1,8 %. Die Technologiewerte des Nasdaq-Composite-Indexes verbesserten sich um 2,7 %. Insgesamt wechselten bei regem Handel 1,3 Mrd. Aktien den Besitzer.

Fluglinien konnten die starken Verluste vom Vortag teilweise wieder ausgleichen. AMR, die Muttergesellschaft von American Airlines, der das verunglückte Flugzeug gehörte, lagen 2,5 % im Plus. Auch andere Fluggesellschaften wie Southwest (+4 %) und Delta (+6,5 %) kletterten deutlich.

General-Electric-Aktien verbesserten ihren Kurs um 2,7 %. Der Elektrotechnologie-Gigant hatte die Motoren für den abgestürzten Airbus produziert. Aktien des Triebwerkherstellers Honeywell notierten 4 % über dem Vortagesschluss.

Titel des Netzwerkzulieferers Cisco Systems stiegen um 1 %, nachdem die niederländische Investmentbank ABN Amro den Titel auf "Kaufen" hochgestuft hatte. Cisco - Konkurrent Juniper Networks verschlechterten dagegen ihren Kurs um 1,3 %. Der Netzwerkhersteller hatte bekannt gegeben, für rund 200 Mill. Dollar in Aktien den Telekomausrüster Pacific Broadband Communications zu übernehmen. Der Kauf versorgt Juniper mit Ausrüstung für Internet-Hochgeschwindigkeitsübertragungen über Kabelfernsehleitungen.

Zusätzlichen Schub erhielt die Technologiebranche durch die Hoffnung, dass die vielen Zinssenkungen der US-Zentralbank Fed sowie die Konjunkturpläne der US-Regierung die Wirtschaft ankurbeln werden. Im Aufwärtstrend gewannen die Schwergewichte Intel (+5,3 %), Sun Microsystems (+2,8 %) und Microsoft (+2,6 %). Softwarehersteller Oracle (-6,4 %) geriet dagegen unter Abgabedruck, nachdem der Vorstandsvorsitzende Larry Ellison am Vortag nach Börsenschluss gesagt hatte, dass das Ergebnis des laufenden Quartals wahrscheinlich unter den Erwartungen liegen werde.

Aktien der Einzelhandelskette Wal-Mart verloren 1,2 %, nachdem das Unternehmen einen Gewinnzuwachs im dritten Quartal von rund 8 % veröffentlicht hatte. Home Depot, der führende US-Baustoffeinzelhändler, hatte das Quartals-Nettoergebnis um 20 % verbessert. Die Aktie notierte darauf 6,8 % über dem Vortageskurs und war der größte Gewinner unter den Dow-Jones-Titeln.

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