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Wall Street schließt uneinheitlich

Die Standardwerte erhielten Auftrieb durch Gewinne bei Einzelhandels- und Industriewerten. Die Technologiewerte wurden dagegen durch kräftige Abschläge beim weltgrößten Chiphersteller Intel belastet.

Reuters New York. Die Wall Street hat am Montag nach richtungslosem Handel uneinheitlich geschlossen. Die Standardwerte erhielten Händlern zufolge Auftrieb durch Gewinne bei Einzelhandels- und Industriewerten. Die Technologiewerte wurden dagegen durch kräftige Abschläge beim weltgrößten Chiphersteller Intel belastet. Kursgewinne bei selektiven Werten aus dem Internet- und Computersektor verhinderten jedoch ein deutlicheres Absinken des Nasdaq-Composite-Index. Der Dow-Jones-Index 30 führender Industriewerte schloss 46,62 Punkte oder 0,46 Prozent im Plus auf 10.238,80 Zählern.

Der marktbreitere S&P-500-Index beendete die Sitzung 0,03 Prozent fester auf 1374,62 Punkten. Der Nasdaq-Composite-Index verlor dagegen 0,80 Prozent auf 3290,29 Zähler. Am Freitag hatte der Nasdaq-Index mit einem Kursprung von rund 7,9 Prozent den zweitgrößten Tagesgewinn in seiner Geschichte verzeichnet.

Nachdem zwei Banken davor gewarnt hatten, dass der Markt für Mikroprozessoren weiterhin schwach bleiben werde, stürzten die Titel von Intel rund zwölf Prozent auf 35-11/16 Dollar ins Minus. Auch die Intel-Konkurrentin Advanced Micro Devices (AMD) gab mit rund sieben Prozent auf 20-3/8 Dollar deutlich nach. Jonathan Joseph, Analyst bei Salomon Smith Barney schrieb, dass ein Preiskampf zwischen den Konkurrenten Intel und AMD am Entstehen sei. Diese Meinung teilte auch Charlie Glavin, Analyst bei Credit Suisse First Boston.

Bei den Unternehmensnachrichten sorgte die Bekanntgabe der Übernahmepläne des zweitgrößten US-Erdölkonzerns Chevron für die die Konkurrentin Texaco für Aufsehen. Die Unternehmen teilten am Montag in San Francisco und New York mit, dass Chevron die kleinere Texaco mit eigenen Aktien im Wert von 35 Milliarden Dollar (etwa 80 Milliarden Mark) kaufen werde. Bei einen erfolgreichen Zusammenschluss entstünde damit der viertgrößten Öl- und Gasförderer der Welt mit einer geschätzten Marktkapitalisierung von rund 100 Milliarden Dollar. Chevron verbilligten sich um 2,67 Prozent auf 82 Dollar, während Texaco 7,03 Prozent auf 59 Dollar zulegten.

Die Fusionsankündigung von Chevron und Texaco führte jedoch nicht zu einer Kursrally bei Erdölwerten. Dagegen verursachte nach Händlerangaben der sinkende Rohölpreis eine schwächere Tendenz in diesem Sektor. So verbilligten sich die Titel des größten US-Erdölkonzers Exxon Mobil um 2,97 auf 87-13/16 Dollar.

Bei Umsätzen von rund einer Milliarde Aktien notierten an der Nyse 1373 Titel höher, 1484 niedriger und 477 unverändert. An der Nasdaq wechselten 1,77 Milliarden Aktien den Besitzern. Hier schlossen 1936 Werte höher, 2066 niedriger und 644 unverändert.

Am US-Rentenmarkt notierten die richtungweisenden 30-jährigen Bonds zuletzt um 3/32 tiefer und brachten eine Rendite von 5,817 Prozent

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