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Wall Street schließt uneinheitlich

Der Dow Jones Index musste leicht abgeben und notierte zu Handelsschluss bei 10880 Zählern. Der Nasdaq Index konnte dagegen die Verluste vom Vortag mit 2,87 Prozent Plus mehr als wettmachen und ging mit 3429 Punkten in den Feierabend.

Der Tagesgewinner war IBM. Der Computerriese profitiert von der Entwicklung eines neuen Produktes. Der größte Computerhersteller hat einen neuen Server entwickelt, der unter 1000 Dollar kosten wird. Zielgruppen sind kleine und mittelständische Unternehmen. Sektoren, denen es am Mittwoch schlecht ging, konnten am Donnerstag genesen. Der Chipsektor - gestern eines der Börsenstiefkinder - profitierte heute von guten Nachrichten bei Intel und Xilinx. Den Nasdaq Index trieben neben Intel auch Cisco, Juniper Networks und Veritas in den grünen Bereich.



Intel

, der weltgrößte Hersteller von Mikroprozessoren, wird nach eigenen Angaben die Umsatzerwartungen im vierten Quartal erfüllen. Die Nachfrage in Asien sei vor allem im Serverbereich weiterhin stark. In Nordamerika sei zudem eine Besserung im PC-Geschäft in Sicht. Auch Xilinx, der weltgrößte Hersteller, programmierbarer Chips bestätigte seine Umsatzerwartungen für das laufende Quartal. Die Chipbranche war gestern unter Druck geraten, nachdem Altera, der zweitgrößte Anbieter programmierbarer Chips, gewarnt hatte, die Umsätze würden im vierten Quartal enttäuschen.



Mit dem fallenden Ölpreis strauchelten auch die Ölaktien. Nachdem Israel und Palästina scheinbar ernsthaft über Lösungen zur Beendigung der seit fünf Wochen herrschenden Unruhen verhandeln wollen, sind die Preise nun gesunken. Bis auf die Ölwerte freuen Unternehmen sich über sinkende Rohstoffpreise und damit rückläufige Produktionskosten. Exxon Mobil entpuppte sich als der größte Verlierer im Dow Jones Index. Auch Chevron und Texaco Werte tendierten schwächer.



The Gap verlor nach enttäuschenden Verkaufszahlen für Oktober über sechs Prozent. Die größte Bekleidungskette in den USA meldete um zwei Prozent gefallene Umsatzzahlen. Im Vorfeld des Weihnachtsgeschäfts hat Gap die Lager durch Discountangebote geräumt. Im dritten Quartal dürften die Gewinnmargen dementsprechend belastet werden.



Pricline und Qualcomm notierten vor ihren Ergebnismeldungen stärker. Nach Börsenschluss kamen dann die Zahlen ans Licht. Bei Qualcomm erwarteten die Analysten einen Gewinn von 24 Cents pro Aktie, den der Handytechnologie-Spezialist mit 28 Cents pro Aktie um vier Cents geschlagen konnte. Der Kurs hatte in den vergangenen Tagen stark gelitten, da an der Wall Street vermutet wurde, die Umsatzprognosen für das dritte Quartal könnten verfehlt werden. Nachbörslich gewinnt Qualcomm über zehn Prozent.



Priceline notierte vor den Quartalszahlen leicht im Plus. Nach Börsenschluss meldete dann der Online-Vermittler mit einem Cent Verlust ein Ergebnis, das mit den Konsenschätzungen übereinstimmte. Dabei handelt es sich jedoch um reduzierte Erwartungen. Priceline entlässt nun 87 Mitarbeiter und die Top Managerin und Finanzchefin Heidi Miller verlässt das sinkende Schiff. Das Unternehmen sucht entsprechend den Wünschen seiner Kunden nach passenden Angeboten im Internet.



Oracle

stellte sich mit rund sechs Prozent Verlust als größter Verlierer des Nasdaq 100 Indexes heraus. Der Nachrichtensender CNBC hat Gerüchte aufgegriffen, dass sowohl der Finanzchef als auch der CEO Larry Allison das Unternehmen verlassen werden. Diese Gerüchte wurden allerdings von Oralce-Sprechern dementiert.

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